Leben in Vegas, der Amoklauf – und eine Autofahrt

Luca Sbisa spielt beim neuen NHL-Team in Las Vegas. Der Schweizer erzählt von den aufwühlenden Tagen nach dem Amoklauf.

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Luca Sbisa hat emotional aufwühlende Tage hinter sich. Der Schweizer Eishockey-Verteidiger zog vor knapp eineinhalb Monaten nach Las Vegas, um für das neue NHL-Team, die Golden Knights, zu spielen. Zuvor war er Angestellter der Vancouver Canucks. Sein Transfer kam zustande, weil Vegas als neues Team sein Kader zusammenstellen konnte, indem er von jedem anderen der 30 NHL-Teams je einen Spieler gratis übernahm.

Vor vier Monaten wurde Sbisa Vater, am letzten Dienstag, dem 10. Oktober, hätte ein grosses sportliches Fest in Vegas stattfinden sollen: Das allererste Heimspiel in der Clubgeschichte der goldenen Ritter. Doch der Amoklauf am 1. Oktober beim Hotel Mandalay Bay, als ein Schwerbewaffneter aus einem Zimmer im 23. Stockwerk aus auf Besucher eines Musikfestivals auf der anderen Strassenseite schoss und 58 Menschen tötete, sowie über 500 weitere verletzte, veränderte in der Wüstenstadt Nevadas alles.

Emotionaler Abend

Entsprechend anders als geplant lief die Eröffnungszeremonie im ersten Heimspiel gegen die Arizona Coyotes ab. Den Opfern, Überlebenden und Helfern gewidmet, wurde es ein für alle Beteiligten sehr emotionaler Abend – sei es für die Spieler, die über 18'000 Zuschauer in der T-Mobile Arena oder den Vegas-Fans vor den TV-Bildschirmen.

Der baz.ch/Newsnet hat Sbisa am Mittwoch, dem Tag nach dem 5:2-Sieg gegen Arizona in Summerlin, einem Vorort von Las Vegas, gut 20 Minuten Fahrt auf dem Highway vom Stadtzentrum entfernt, besucht. Dort wohnt der Schweizer mit Ehefrau Lauren und Söhnchen Nolan. Dort wurde auch die Trainingshalle der Vegas Golden Knights erbaut.

Auf der Fahrt von Summerlin nach Vegas auf den berühmten Strip mit den schillernden Hotels und Casinos erzählt Sbisa im 15 Minuten langen Videointerview von den bewegenden letzten Tagen, dem einmaligen Erlebnis des ersten Heimspiels, dem unverhofften Wechsel nach Vegas sowie von der lange Zeit währenden Unsicherheit, überhaupt im neuen Team unterkommen zu können und nicht gleich wieder weiter transferiert zu werden. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.10.2017, 06:50 Uhr

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