Die nächste Frontreihe für Ferrari

Sebastian Vettel startet von ganz vorne zum Grand Prix von China. Für den WM-Leader ist es die vierte Poleposition in Shanghai.

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Sebastian Vettel startet auch zum Grand Prix von China aus der Pole-Position. Der Deutsche hat im Qualifying das teaminterne Duell gegen Kimi Räikkönen hauchdünn für sich entschieden.

Eine Woche nach der Monopolisierung der Frontreihe für den Grossen Preis von Bahrain machte das Ferrari-Duo den besten Startplatz erneut unter sich aus. Am Ende entschieden 87 Tausendstel zu Gunsten von Vettel, der Räikkönen mit seinem letzten Versuch noch abzufangen vermochte.

Vettel gewann in Bahrain. Schafft er es erneut in China?

Der Deutsche fährt in Shanghai zum vierten Mal nach 2009, 2010 und 2011 von ganz vorne los. Er hat damit beste Aussichten, auch das dritte Formel-1-Rennen der Saison zu gewinnen und ein weiteres Jubiläum zu begehen. Wird Vettel am Sonntag als Erster abgewinkt, wäre dies sein 50. Grand-Prix-Sieg.

Konkurrenz chancenlos

Vettel und Räikkönen distanzierten die Konkurrenz deutlich. Selbst Lewis Hamilton blieb chancenlos. Der Weltmeister büsste fast sechs Zehntel auf Vettel ein, musste sich auch noch von Teamkollege Valtteri Bottas bezwingen lassen und sich mit Startplatz 4 bescheiden. Das deutliche Verdikt schmerzt umso mehr, zumal die Strecke in Shanghai zuletzt Hoheitsgebiet von Mercedes und vor allem von Hamilton war.

Von einem Wendepunkt nach vier Jahren Mercedes-Dominanz zu sprechen, ist wohl noch etwas verfrüht. Doch sollte Hamilton am Sonntag im Grand Prix auf die deutliche Abfuhr im Qualifying nicht reagieren können, müssten sie sich auch bei Mercedes langsam mit dem Gedanken anfreunden, in der Formel 1 nur noch die zweite Kraft zu sein.

Letzte Kraft im Qualifying in Shanghai war die Equipe von Alfa Romeo Sauber. Sechs Tage nach dem Erfolgserlebnis mit Platz 9 von Marcus Ericsson im Grand Prix von Bahrain folgte die Ernüchterung. Für Charles Leclerc und den Schweden blieb lediglich die hinterste Startreihe.

Ericsson wurde zudem von der Rennleitung nachträglich belangt. Er hatte die Geschwindigkeit nicht genügend reduziert, als er beim Einbiegen auf die Start-/Zielgerade Leclerc passierte. Der Monegasse hatte seine Fahrt nach einem Dreher in gemächlichem Tempo fortgesetzt. Die Strafe gegen Ericsson, die Rückversetzung in der Startkolonne um fünf Plätze, wurde allerdings hinfällig, zumal der Skandinavier im Qualifying ohnehin Letzter geworden war.

Pechvogel Ricciardo

Ein weiteres Mal vom Glück verlassen war Daniel Ricciardo. Am Red Bull ging im dritten freien Training der Antrieb in Flammen auf, so dass verschiedene Komponenten des Antriebs gewechselt werden mussten. Es war ein Wettlauf mit der Zeit, denn zwischen dem Ende des letzten Trainings und dem Beginn der Qualifikation liegen lediglich zwei Stunden. Nach der grossen Hektik reihte sich der Australier hinter Teamkollege Max Verstappen auf Platz 6 ein.

Für Ricciardo war es am dritten Grand-Prix-Wochenende des Jahres bereits das dritte Malheur. Beim Heimauftritt in Melbourne hatte er wegen eines Getriebewechsels in der Startaufstellung das Abrutschen um fünf Positionen in Kauf nehmen müssen, am vergangenen Sonntag in Bahrain war er in der zweiten Runde wegen eines Elektrik-Schadens ausgeschieden.

Die Startaufstellung:

1 Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 1:31,095 (215,419 km/h). 2 Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 0,087 zurück. 3 Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,530. 4 Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 0,580. 5 Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 0,701. 6 Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 0,853. 7 Nico Hülkenberg (GER), Renault, 1,437. 8 Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes, 1,663. 9 Carlos Sainz (ESP), Renault 1,724. 10 Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 1,760. - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 11 Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari. 12 Esteban Ocon (FRA), Force India-Mercedes. 13 Fernando Alonso (ESP), McLaren-Renault. 14 Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren-Renault. 15 Brendon Hartley (NZL), Toro Rosso-Honda. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 16 Sergej Sirotkin (RUS), Williams-Mercedes. 17 Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Honda. 18 Lance Stroll (CAN), Williams-Mercedes. 19 Charles Leclerc (MON), Alfa Romeo Sauber-Ferrari. 20 Marcus Ericsson (SWE), Alfa Romeo Sauber-Ferrari. (sda)

Erstellt: 14.04.2018, 09:22 Uhr

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