Jetzt kommt die Rennserie nur für Frauen

Ein paar Frauen in der Formel 1 gab es schon, doch durchsetzen konnte sich keine. Die neue Formel W soll das ändern.

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Die Frauen bekommen ihre eigene Rennserie, die Formel W. 2019 sind sechs Rennen geplant. Die Fahrerinnen werden in identischen Formel-3-Autos antreten. In der ersten Saison sind die Rennen auf Strecken in Europa geplant, später soll der Kalender auch Veranstaltungen in Asien, Australien und Nordamerika umfassen. Zugelassen sollen jeweils 18 bis 20 Teilnehmerinnen sein.

Als Berater und Ausbildner haben sich unter anderen der einstige Formel-1-Fahrer David Coulthard und Adrian Newey, Chef der Design-Abteilung des Formel-1-Teams Red Bull, zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen eine Plattform zu bieten, in der sie sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Ob sich die ambitionierte Vorgabe verwirklichen lässt, Fahrerinnen in die Formel 1 zu bringen, wird sich weisen.

Nur zwei Frauen mit Formel-1-Rennerfahrung

Bisher haben es nur zwei Italienerinnen zu Einsätzen in Grands Prix gebracht. Maria Teresa De Filippis bestritt 1958 drei Rennen, Lella Lombardi war 1975 und 1976 insgesamt zwölfmal am Start. Im abgebrochenen Grand Prix von Spanien 1975 wurde Lombardi Sechste, was ihr nach der Halbierung der Punkte einen halben WM-Zähler einbrachte.

Als bisher letzte Frau sass Susie Wolff, die Ehefrau von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, an Grand-Prix-Wochenenden am Steuer eines Formel-1-Autos. In den Saisons 2014 und 2015 drehte sie einige Male als Test- und Ersatzfahrerin des Teams Williams in ersten Trainings am Freitag ihre Runden.

«Ein trauriger Tag für den Motorsport»

Doch nicht alle Reaktionen auf die neue Rennserie sind positiv. Sogar teilweise sehr negativ. Wie das Beispiel von Pippa Mann, selbst Rennfahrerin, zeigt. Auf Twitter zeigt sich die ehemalig IndyCar-Pilotin enttäuscht von einer Frauen-Rennserie. «Was für ein trauriger Tag für den Motorsport. Diejenigen, die Mittel zur Unterstützung von Rennfahrerinnen erhalten, entscheiden sich dafür, sie zu trennen, anstatt sie zu unterstützen.» Sie sei zutiefst enttäuscht, dass sie etwas miterleben müsse.

Auch die deutsche Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch äussert sich kritisch gegenüber der Trennung von Mann und Frau. Sie will sich auf der Rennstrecke mit den Besten messen – und das sind derzeit die Männer in der Formel 1.

(tzi/sda)

Erstellt: 11.10.2018, 09:03 Uhr

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