Ein Däne triumphiert in der Königsetappe

Sören Kragh Andersen gewinnt das sechste Teilstück der Tour de Suisse. Auch für den australischen Leader läuft es rund.

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Mit Sören Kragh Andersen aus Dänemark und dem Leader Richie Porte aus Australien kannte die Königsetappe der 82. Tour de Suisse von Fiesch nach Gommiswald zwei Sieger. Kragh Andersen gewannen die Etappe solo, Porte baute die Führung in der Gesamtwertung aus.

Porte griff an der Rampe, die drei Kilometer vor dem Ziel begann, aus dem Feld der Favoriten an und schüttelte dabei all seine Konkurrenten um den Gesamtsieg ab. Der Effort im Finish wurde belohnt. Porte klassierte sich im 6. Rang der Etappe und nahm seinen ersten Verfolgern rund eine halbe Minute und mehr ab.

In der Favoritenrolle

In der Gesamtwertung führt Porte nun 32 Sekunden vor den beiden Niederländern Wilco Kelderman und Sam Oomen. Mit der Machtdemonstration hievte sich der Captain von BMC endgültig in die Favoritenrolle um den Gesamtsieg. Der 33-Jährige hatte das Leadertrikot am Mittwoch von seinem Teamkollegen Stefan Küng übernommen.

Die nächste Prüfung erwartet Porte, der im Juli auch den Gesamtsieg an der Tour de France anstrebt, bereits am Freitag, wenn von Eschenbach nach Arosa die nächste schwierige Bergetappe im Programm steht.

Starke Vorstellung von Frank

Mathias Frank klassierte sich mit 39 Sekunden Rückstand auf Kragh Andersen im 10. Rang der Etappe. Der Luzerner liess in der kurzen Schlusssteigung auch Fahrer wie Nairo Quintana oder Vorjahressieger Simon Spilak hinter sich. Im Gesamtklassement verbesserte sich der bestklassierte Schweizer um zwei Positionen in den 14. Rang (1:19 hinter Porte).

Nach 186 Kilometern über Furka- und Klausenpass besass Sören Kragh Andersen am Ende der Königsetappe noch am meisten Kraft. Der 23-Jährige hatte der Fluchtgruppe angehört und sich auf den ansteigenden, letzten drei Kilometern von seinen verbliebenen Gefährten abgesetzt. Kragh Andersen feierte den grössten Sieg seiner noch jungen Karriere.

Auf den Plätzen 2 und 3 des Tagesklassements folgten der Australier Nathan Haas und der Spanier Gorka Izagirre – beides Fluchtgefährten von Kragh Andersen. Das Trio hatte sich zusammen mit 15 anderen Fahrern am Furkapass abgesetzt.

Finale der nächsten Tour in Goms

Die Tour de Suisse endet im kommenden Jahr im Goms im Oberwallis. Dies gaben die Organisatoren am Rand der diesjährigen Königsetappe von Fiesch über Furka- und Klausenpass nach Gommiswald bekannt. Geplant ist ein Zeitfahren am Samstag und ein Alpencircuit zum Abschluss. Die hochalpine Region, umgeben von Furka-, Nufenen- und Grimselpass, bieten beste Voraussetzung für eine anspruchsvolle Routenwahl für die Königsetappe 2019.

Der Start zur Landesrundfahrt im nächsten Jahr erfolgt mit zwei Etappen in Langnau im Emmental.

82. Tour de Suisse. 6. Etappe, Fiesch - Gommiswald (186 km):
1. Sören Kragh Andersen (DEN) 4:59:53. 2. Nathan Haas (AUS) 0:10 zurück. 3. Gorka Izagirre (ESP) 0:24. 4. Maxime Monfort (BEL) 0:25. 5. Cyril Gautier (FRA), gleiche Zeit. 6. Richie Porte (AUS) 0:27. 7. Michael Gogl (AUT) 0:29. 8. Diego Ulissi (ITA) 0:39. 9. Arthur Vichot (FRA). 10. Mathias Frank (SUI). Ferner: 17. Wilco Kelderman (NED). 18. Nairo Quintana (COL). 19. Sam Oomen (NED). 20. Simon Spilak (SLO). 21. Mikel Landa (ESP), alle gleiche Zeit. 47. Silvan Dillier (SUI) 2:31. 48. Reto Hollenstein (SUI), gleiche Zeit. 55. Stefan Küng (SUI) 3:11. 75. Gregory Rast (SUI) 4:44. 83. Michael Schär (SUI) 5:41. 104. Michael Albasini (SUI) 15:51. - 144 Fahrer gestartet, 141 klassiert.

Gesamtklassement:
1. Porte 22:04:13. 2. Kelderman 0:32. 3. Oomen, gleiche Zeit. 4. Enric Mas (ESP) 0:33. 5. Jack Haig (AUS) 0:41. 6. Quintana 0:45. 7. Ion Izagirre (ESP) 0:48. 8. Ulissi 0:52. 9. Spilak 0:58. 10. Landa 0:59. Ferner: 14. Frank 1:19. 35. Küng 6:04. 51. Hollenstein 16:21. 54. Kragh Andersen 18:28. 59. Dillier 21:58. 87. Rast 41:48. 93. Albasini 49:01. 101. Schär 49:01.

(fal/sda)

Erstellt: 14.06.2018, 17:54 Uhr

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