Lance Armstrong hat die Tour im Blick

Der Dopingsünder sorgt mit einem täglichen Podcast zur Tour de France für Aufsehen.

Lance Armstrong hatte schon immer eine schwierige Beziehung zu seinem Sport.

Lance Armstrong hatte schon immer eine schwierige Beziehung zu seinem Sport. Bild: Keystone

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Ausgerechnet Lance Armstrong. Er, der jahrelang bei der Tour de France dopte und dies bei jeder Gelegenheit abstritt. Ausgerechnet er also macht nun auf NBC einen täglichen Podcast über die Tour. 2012 wurden dem Amerikaner seine sieben Tour-Titel aberkannt, und er wurde lebenslänglich gesperrt. Er akzeptierte später die Bestrafung und gestand, verlor seine Sponsoren und war der überall verachtete Dopingsünder.

«Stages»-Podcast für NBC

Mittlerweile ist Armstrong 45 und hat diesen Sommer einen ersten Schritt unternommen, sein Image zu reparieren und sich mit dem Sport wieder anzufreunden. Seit längerem produziert er schon einen Podcast «The Forward», in dem er mit Gästen über Musik, Politik und andere Themen diskutiert. Im neuen Podcast «Stages» spricht er jeden Tag zwischen 20 und 30 Minuten über die Tour de France. Er bespricht die Strecken, das Wetter, die Renntaktik oder einzelne Fahrer und Teams. Er kritisiert alte Rivalen und den Tour-Direktor Christian Prudhomme.

Wieder Freude am Sport

Es kommt durchaus überraschend, dass Armstrong gerade bei der Tour de France zurück ins Rampenlicht tritt. Der Amerikaner hatte zuletzt ein schwieriges Verhältnis zu seinem Sport. Er war im Zentrum der Dopingsünder und Kritik. In einem Interview mit dem «Bicycle Magazine» sagte er nun, dass sich seine Beziehung zum Sport, der Rennindustrie und dem Velo selbst geändert habe.

«Ich liebe den Sport wieder, nicht nur den Sport selbst, sondern vielmehr das Velo. Ich kann wieder jeden Tag Velo fahren, die Tour de France schauen oder eben einen Podcast darüber machen», sagte Armstrong.

Dass es zu diesem Wandel kam, verdankt er einer Verletzung, die er sich beim Joggen zuzog. Er musste mit dem Laufen aufhören, und um fit zu bleiben, fing er wieder an, Velo zu fahren.

«Ich wollte einfach rausgehen, aufs Bike steigen und mit Freunden oder alleine ein paar Stunden fahren.»

Seine Rückkehr zum Radsport führt zu Unverständnis. Er hat dem Image des Radsports einen zu grossen Schaden zugefügt. Einer seiner früheren Teamkollegen äusserte sich dazu und meinte, die täglichen Podcasts seien zu viel. Experten im Radsport wollen nicht über Armstrong reden oder auch nur sein Gesicht sehen. Sie sind enttäuscht, dass er diese Plattform und Aufmerksamkeit erhält.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.07.2017, 13:33 Uhr

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