«Bin froh, diese Runde überstanden zu haben»

In einem umkämpften Spiel setzt sich Roger Federer gegen den jungen Daniil Medwedew durch und gewinnt in drei Sätzen.

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Es war ein hartes Stück Arbeit für Federer, doch nachdem er beim Stand von 1:1 im dritten Satz eine Breakchance vergeben hatte, nutzte er seine zweite Möglichkeit zum 5:4 resolut. Nach 1:53 Stunden beendete er das erste Duell mit dem 22-jährigen Medwedew, der in diesem Jahr wie Federer bereits drei Turniere gewonnen hat, mit seinem zehnten Ass.

Trotz einer fünfwöchigen Pause seit dem letzten Ernstkampf am US Open bekundete Federer keinerlei Startschwierigkeiten und nahm dem 1,98 m grossen Russen gleich das erste Aufschlagspiel ab. Zwar schaffte Medwedew schon bald das Rebreak (zum 2:2), auf das 5:4 Federers konnte er aber nicht mehr reagieren. Umgekehrt lief es im zweiten Durchgang, als Medwedew mit seinem ersten Breakball den Satzausgleich zum 6:4 schaffte.

Service funktionierte hervorragend

Am Ende behielt Federer, der während der Wettkampfpause beim Sieg Europas im Laver Cup beide Einzel gewonnen hatte, in einer Partie auf sehr hohem Niveau knapp die Oberhand. Der Basler agierte sehr angriffig, tauchte insgesamt 42 Mal am Netz auf und gewann dabei 29 Punkte. Auch der Service funktionierte hervorragend; 71 Prozent der ersten Aufschläge landeten im Feld und den zehn Assen stehen null Doppelfehler gegenüber.

Im Interview mit Sky Sport äusserte sich Federer wie folgt: «Ich habe gemerkt, dass Medwedew weit hinter der Grundlinie steht und mich daher entschieden oft ans Netz vor zu gehen. Es war schwierig gegen Medwedew, er kam immer besser ins Spiel und hatte sehr viel Selbstvertrauen. Ich bin froh diese Runde überstanden zu haben.»

«Es steht alles noch in den Sternen»

Auf die Frage zu seiner Rückkehr auf Sand zögerte Federer ein wenig und gab dann folgendes zu Protokoll: «Ich bin mir es momentan am Überlegen. Es steht noch alles in den Sternen, aber ich möchte dieses Jahr noch eine Entscheidung treffen. Ich würde mich im Dezember auch anders auf die Saison vorbereiten, sollte ich nächstes Jahr auf Sand spielen. Aber das muss auch für die Familie stimmen. Sie kommt an erster Stelle. Und schlussendlich muss ich auch auf mein Bauchgefühl hören.»

Für Federer geht es morgen bereits weiter, denn der 37-jährige Schweizer trifft im Achtelfinal am Donnerstag (12.00 Uhr Schweizer Zeit) auf den Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 28). (dho/sda)

Erstellt: 10.10.2018, 17:06 Uhr

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