«Gates ist einfach ein heller Kopf»

Roger Federer äussert sich in Indian Wells beeindruckt über den Microsoft-Gründer, der ihn beim Match for Africa 5 unterstützte.

Roger Federer hält grosse Stücke auf Bill Gates.

Roger Federer hält grosse Stücke auf Bill Gates. Bild: AP

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Federer gehört inzwischen zu den bekanntesten und umschwärmtesten Personen der Erde, trifft fast täglich Grössen aus Sport, Politik, Showbusiness oder Wirtschaft. Aber nur selten hat ihn jemand so stark beeindruckt wie US-Milliardär Bill Gates, sein Doppelpartner und Helfer beim Match for Africa 5. Dieser spielte am vergangenen Montag in San Jose über 2,5 Millionen Dollar für die Federer-Foundation ein.

«Er hat von allem eine Ahnung», sagte Federer am Donnerstag in Indian Wells über den Mitbegründer von Microsoft, der mit einem geschätzten Vermögen von 90 Milliarden Dollar als zweitreichster Mann der Erde hinter Jeff Bezos (Amazon) gilt. «Und er interessiert sich auch für vieles, nicht nur für Microsoft oder die Wissenschaft. Und wenn er sich für etwas interessiert, vertieft er sich so intensiv darin, dass er danach fast ein Experte auf dem Gebiet ist. Er ist einfach ein heller Kopf.»

Video: Die besten Szenen vom Match for Africa 5

Gates spreche als Fan und passionierter Spieler mit ihm gerne über Tennis, so Federer. Interessanter wird es für ihn selber, wenn das Gespräch mit dem 62-Jährigen auf die Bill & Melinda Gates Foundation kommt, die schon über zwei Dutzend Milliarden Dollar gespendet hat. «Ich kann sehr viel von ihm lernen, was die Philantropie betrifft», sagt Federer. «Er hat mit seiner Stiftung eine riesige Mannschaft von etwa 400 Leuten. Wir dagegen führen eine Familienstiftung mit einigen Angestellten.» Für ihn seien diese Erfahrungen sehr bereichernd.

Kräfteraubender Kurztrip

Gates hatte Federer schon vergangenes Jahr beim Match for Africa 4 gegen John Isner in Seattle unterstützt. Im Silicon Valley, wo Federer im Hauptspiel gegen Jack Sock antrat, wurden 17 000 Tickets verkauft, obwohl die Veranstaltung gemäss Federers Manager Tony Godsick ohne bezahlte Promotion durchgeführt wurde. Auch dank Gates. «Es freut mich sehr, dass er meine Stiftung unterstüzt», sagt Federer. «Er half mit, Leute zu organisieren, die Geld stifteten und beim offiziellen Abend mitmachten.»

Einen grossen Effort leistete auch Federer selber. Er flog am Samstag mit seiner Familie und Entourage nach Indian Wells, am Sonntag dann mit seinen Eltern weiter nach San Jose, wo am Abend das Galadinner und am Montag die Schauveranstaltung stattfand. «Es war schon ein spezieller Effort, so kurz nach der Ankunft in Kalifornien einen guten Match spielen zu können. Das kommt nicht von alleine», sagt Federer. Auch deshalb – und wegen der Zeitverschiebung von neun Stunden – fühlte er sich in Indian Wells am Donnerstag noch etwas müder als üblich.

Tückischer Start gegen Delbonis

Das Turnier beginnt für den Titelverteidiger und fünffachen Sieger am Samstag, wenn er auf den argentinischen Linkshänder Federico Delbonis trifft. Dabei handelt es sich um einen der wenigen Spieler, gegen die er eine negative Bilanz aufweist: Die einzige Begegnung mit der aktuellen Nummer 67 hatte er 2013 im Halbfinal von Hamburg 6:7, 6:7 verloren, war dabei allerdings durch Rückenprobleme behindert. Delbonis schlug den Amerikaner Ryan Harrison nach zwei abgewehrten Matchbällen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.03.2018, 07:33 Uhr

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