Nach dem Eklat die Reue

Ex-Tennisstar Ilie Nastase hat sich für seine rassistischen und sexistischen Aussagen entschuldigt – die Medien hätten aber auch übertrieben reagiert.

Sagte aufgrund seines Verhaltens «Sorry»: Ilie Nastase.

Sagte aufgrund seines Verhaltens «Sorry»: Ilie Nastase. Bild: Keystone

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Er ist zweifacher Grand-Slam-Sieger im Einzel und Rumäniens bester Tennisspieler der Geschichte. Doch was der 70-jährige Ilie Nastase am letzten Fed-Cup-Wochendende im Rahmen der Partie gegen Grossbritannien zeigte, war alles andere als ruhmreich.

Der Schweizer Oberschiedsrichter wirft ihn vom Platz: Nastase rastet am Fedcup aus. (Video: YouTube)

Neben schweren Beleidungen gegenüber den britischen Spielerinnen («Fucking Bitches») und der Schiedsrichterin wurde der Captain des rumänischen Fed-Cup-Teams bei der Pressekonferenz ertappt, wie er sich rassistisch über Serena Williams' Schwangerschaft äusserte («Welche Farbe wird das Baby haben? Milchschokolade?»). Nun zeigte sich Nastase reumütig – und entschuldigte sich in den sozialen Medien für die Vorkommnisse.

«Das Thema wurde aufgebauscht»

«Mein ganzes Leben habe ich dem Tennis und den Menschen gewidmet. Daher bitte ich sie, so sehr sie können, meine Entschuldigung anzunehmen», schrieb der Rumäne auf Facebook. Seine Aussagen hätten Kontroversen und Unmut erregt.

Zur Partie, bei welcher er aus dem Stadion gewiesen wurde, sagte er: «Ich weiss, dass nichts meine Worte entschuldigen kann, weder die angeheizte Stimmung des Spiels, noch meine unangepasste Haltung, für die ich bekannt bin, noch die unglückliche Eskalation der Situation.»

Auch gegenüber Serena Williams, die prompt auf die rassistischen Aussagen reagiert hatte, zollte er Respekt und bezeichnete sie als «eine der wichtigsten Tennisspielerinnen aller Zeiten». Nastase fügte aber hinzu: «Die Medienreaktionen waren übertrieben, das Thema wurde aufgebauscht.»

Trotz der Entschuldigung: Die Sanktionen gegen Nastase bleiben bestehen. Der Rumäne wurde vom Weltverband ITF für unbestimmte Zeit gesperrt. Zudem wurde eine Untersuchung eingeleitet. (nry)

Erstellt: 29.04.2017, 11:57 Uhr

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