Roger Federer, der Titan unter den Titanen

Das «Time Magazine» kürt den Schweizer zu einem der einflussreichsten Menschen des Jahres. Die Laudatio dazu schreibt Bill Gates.

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In der Tennis-, ja in der Sportwelt kommt kaum eine Bestenliste mehr ohne Roger Federer aus. Der Schweizer reiht Rekord an Rekord, in sportlicher Hinsicht und auch in finanzieller. Roger Federer, der erfolgreichste Tennisspieler der Geschichte, vierfacher Familienvater und Gentleman: ein Superstar durch und durch.

Das würdigt in diesen Tagen auch das amerikanische «Time Magazine». Wie jedes Jahr seit 1999 brachte die renommierte Zeitschrift am Donnerstag die Liste mit den 100 einflussreichsten Personen des Jahres heraus. Mit dabei: Roger Federer. Obwohl, was heisst schon mit dabei? Federer ist sogar einer der Cover-Stars der aktuellen Ausgabe. Diese Ehre wird jährlich sechs Personen zuteil, neben Federer sind es heuer die amerikanische Aktivistin Tarana Burke, die Komikerin Tiffany Haddish, Schauspielerin Nicole Kidman, Sängerin Jennifer Lopez und Microsoft-CEO Satya Nadella.

Die 100 Personen sind in fünf Kategorien unterteilt: Pioniere, Ikonen, Künstler, Anführer und Titanen. Federer, der eigentlich in jede der fünf Kategorien passen würde, führt die Liste der Titanen an. Unter ihm befinden sich bekannte Namen: der von Oprah Winfrey zum Beispiel oder jene von Elon Musk, Jeff Bezos und Kevin Durant.

Die Geehrten aus verschiedensten Sparten werden jeweils von einem anderen Prominenten kurz porträtiert. So schreibt beispielsweise Ted Cruz über Donald Trump, Elton John über Prinz Harry, Adele über Rihanna oder Barack Obama über die Überlebenden des Parkland-Massakers vom Februar, die sich nun gegen die amerikanischen Waffengesetze wehren. Und wer schreibt über Roger Federer? Kein Geringerer als der zweitreichste Mann der Welt nimmt sich dem Baselbieter an: Bill Gates.

Der Gründer von Microsoft kennt Federer gut, unter anderem aus den Doppels, die die beiden jeweils beim Charity-Spiel «Match for Africa» spielen. «Es ist kein Geheimnis, dass Roger Federer der grösste Tennisspieler aller Zeiten ist», beginnt Gates. «Für ihn scheinen die Gesetze des Alters nicht zu gelten.» Und: «Es wird ein trauriger Tag für alle Fans, wenn er aufhört, Tennis zu spielen. Aber im Wissen, dass er dafür engagiert ist, die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen, können wir beruhigt sein.»

Der Geehrte selbst meldete sich am Freitagmorgen zum Dank auf Twitter:

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass der 36-Jährige in der Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt steht. Bereits 2007 gehörte Federer dazu. Damals schrieb Tennis-Legende Rod Laver über ihn, der Mann, der dem von Federer ins Leben gerufenen Laver-Cup seinen Namen gab. Rekordhalter, was Platzierungen in der Liste der einflussreichsten Personen angeht, ist übrigens Barack Obama. Bereits elfmal gehörte er dazu.

Erstellt: 20.04.2018, 10:40 Uhr

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