Spielt Nadal in Basel?

Am Montag präsentieren die Swiss Indoors ihre Zugnummern für diesen Herbst. Der Turnierdirektor legt seit ein paar Jahren Wert darauf, dass einige Spieler der Top 5 dabei sind.

Daumen hoch oder runter für die Swiss Indoors?

Daumen hoch oder runter für die Swiss Indoors? Bild: Keystone

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Am Montag verkündet Turnierdirektor Roger Brennwald, wen er als Aushängeschilder für die Swiss Indoors im kommenden Herbst (19. bis 27. Oktober) erkoren hat – nebst Roger Federer, der ohne Vereinbarung und somit ohne Startgeld antritt, weil es zu keiner Einigung kam. Und nebst Stanislas Wawrinka, der als Botschafter von Swiss Tennis automatisch an den Turnieren von Basel sowie Gstaad mit dabei ist. Die Anzeichen verdichteten sich zuletzt, dass Roger Brennwald nebst Titelverteidiger Juan Martin Del Potro auch den Namen von Rafael Nadal nennen wird.

Seit ein paar Jahren legt der Turnierdirektor Wert darauf, dass er mindestens zwei Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste präsentieren kann. So nahm er von 2009 bis 2011 Novak Djokovic unter Vertrag; danach verzichtete Brennwald auf den Serben – wegen horrender Forderungen des Managements. Im vergangenen Jahr setzte er auf Olympiasieger Andy Murray und erschuf für ihn am Dienstag den «British Day». Doch dann sagte der Schotte kurzfristig verletzungshalber ab. «Don’t Murray, be happy» hiess fortan das Bonmot an den letztjährigen Swiss Indoors – verständlich, dass Brennwald keine Lust mehr auf Murray hat, der sich bereits 2011 wegen einer über Nacht im Bett zugezogenen Gesässverletzung zurückgezogen hatte. Und wegen David Ferrer, der aktuellen Nummer 4, würde in der St.-Jakobshalle kein einziges Ticket mehr verkauft werden.

Ein Risiko

Bleibt als letzte wirkliche Zugnummer neben Federer nur noch Nadal, der aber auch nicht gerade ein Schnäppchen ist. Im einen oder anderen Gespräch liess Brennwald immer wieder durchschimmern, dass er sich ein Engagement des Spaniers vorstellen könne. Allerdings wäre ein solches mit einem hohen Risiko verbunden: Denn Nadal ist im Oktober bedeutend weniger frisch und somit verletzungsanfälliger als zu Beginn des Jahres; das weiss auch Brennwald, der 2005 und 2006 von Nadaljeweils im letzten Moment ein Forfait kassierte und deswegen schwer enttäuscht war.

Gestern hingegen war der Sandplatz-König noch bei Kräften: Am ATP-500-Turnier von Barcelona musste er gleich zweimal antreten, weil sein Achtelfinal am Donnerstag dem Regen zum Opfer gefallen war. Erst besiegte er um 10.30 Uhr morgens den Franzosen Benoît Paire, am Abend doppelte er gegen Landsmann ­Albert Ramos nach. (Basler Zeitung)

Erstellt: 27.04.2013, 10:19 Uhr

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