Swiss Indoors: Federer unterschreibt Dreijahresvertrag

Die langfristige Verpflichtung des Tennisstars ist ein Coup für die Swiss Indoors – und ein klares Signal des Baselbieters in Bezug auf die sportliche Zukunft.

Bild: Dominik Plüss

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Dass Roger Federer an den Swiss Indoors teilnimmt, so lange er professionell Tennis spielt – daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Dafür brauchte es zwischenzeitlich nicht mal einen Kontrakt. Aber das sind alte Geschichten. Zuletzt war vertraglich wieder alles geregelt, Ruhe eingekehrt. Am Dienstag vermeldeten die Veranstalter des grössten Sportanlasses in der Schweiz nun per Communiqué sogar, dass man Federer für drei Jahre bis 2019 verpflichten konnte. Das ist ein Coup. Nicht die Tatsache an und für sich, sondern die Länge des Engagements. «Ein Glücksfall», frohlockt Swiss-Indoors-Präsident Roger Brennwald. Federer unmittelbar nach seinem sensationellen Triumph am Australian Open über drei Jahre an das Basler Turnier zu binden, sei ein Privileg.

Auch der 35-jährige Baselbieter lässt sich in der Mitteilung freudig zitieren: «Ich kann es kaum erwarten, im Herbst wieder vor meinem Heimpublikum anzutreten. In Basel zu spielen, ist immer ein Highlight des Jahres.» Federer ist Rekordgewinner der Swiss Indoors, hat in der St. Jakobshalle schon sieben Mal triumphiert. Die lange Vertragszeit darf getrost als Zeichen gedeutet werden, dass aus seiner Sicht durchaus noch weitere Titel dazukommen dürfen und er deswegen seine sportliche Zukunft längerfristig plant. Das hat er zwar nie dementiert, dennoch ist die Bekanntgabe ein starkes Signal, dass der 18-malige Grand-Slam-Sieger dem Tennis wohl noch eine schöne Zeit erhalten bleibt.

Super Zeichen für das Turnier

Die Verhandlungen mit Federers Manager Tony Godsick verliefen entspannt, wie Brennwald der BaZ sagt. Dass man sich binden, den 2016 ausgelaufenen Vertrag verlängern wollte, sei sowieso immer klar gewesen, einzig über die Dauer musste gesprochen werden. Die Grundsatzfrage lautete: ein Jahr oder mehr? Die klare Antwort sei für Brennwald und die Swiss Indoors einfach eine gute Nachricht, die mehrjährige Verpflichtung Federers ein super Zeichen für das Turnier. Wie tief der Turnierdirektor dafür in die Taschen greifen musste, verrät er im Gespräch nicht. Es ist «im Einklang», wie Brennwald sagt. Schön sei jetzt aus seiner Sicht, dass man einen Grundstein für die Zukunft gelegt habe, die eine gewisse Sicherheit gewährleiste. Es werden Energien freigesetzt, um sich um andere wichtige Dinge zu kümmern. Konkret bedeutet dies unter anderem die Suche eines Hauptsponsors. Nachdem man diese mittels Mandat an InfrontRingier übertragen, aber mangels Erfolg nach zweieinhalb Jahre per 31. Dezmeber 2016 aufgekündigt hat, wird das Kernteam um Brennwald diese Aufgabe wieder selber angehen.

Auch wenn der 70-Jährige zu Recht sagen darf, dass sich die Swiss Indoors in puncto Reputation niemandem mehr beweisen müssten – der Name Federer wird dabei sicherlich nicht schaden. Das wird auch Brennwald so sehen, wenn er sagt: «Für Basel tönt diese Nachricht vielleicht selbstverständlich, aber niemand auf der ATP-Tour kann derzeit ähnliches vermelden.»

Das stimmt – und ist deswegen ein Pluspunkt. Auch in Sachen Preisgeld und der Stärke des Teilnehmerfelds ist das Basler Traditionsturnier auf ATP-500-Stufe derzeit unangetastet. Mit der Verpflichtung von Roger Federer dürfte dieser Status weiter zementiert werden. (Basler Zeitung)

Erstellt: 21.02.2017, 08:59 Uhr

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