Bencic und Fed-Cup-Team scheitern

Belinda Bencic verliert ihr zweites Einzel des Wochenendes. Damit scheidet das Schweizer Fed-Cup-Team im Viertelfinal gegen Tschechien aus.

War gegen Petra Kvitova unterlegen: die Schweizerin Belinda Bencic.

War gegen Petra Kvitova unterlegen: die Schweizerin Belinda Bencic. Bild: Keystone

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Das Schweizer Fed-Cup-Team kämpft im April erwartungsgemäss gegen den Abstieg aus der Weltgruppe. Die Mannschaft von Heinz Günthardt blieb in der Viertelfinal-Partie in Prag gegen Tschechien ohne Chance und verlor 1:3.

Die Entscheidung fiel bereits im ersten Einzel am Sonntag, als Belinda Bencic (WTA 73) auch ihre zweite Partie des Wochenendes gegen die tschechische Nummer 1 Petra Kvitova (WTA 21) 2:6, 4:6 verlor. Mit demselben Resultat war die 20-jährige Ostschweizerin bereits am Samstag Barbora Strycova (WTA 25) unterlegen.

Eine leichte Steigerung

Zwar gelang Bencic gegen Kvitova nach dem von grosser Nervosität geprägten Auftritt am Samstag spielerisch eine Steigerung, in Bedrängnis konnte sie die stark aufschlagende zweifache Wimbledonsiegerin aber selten bringen. Die beiden einzigen Breakchancen Bencics wehrte Kvitova in den letzten beiden Servicegames jeweils mit einem Ass ab.

«Um gegen solche Spielerinnen zu gewinnen, muss man am Limit spielen. Das habe ich an diesem Wochenende nicht geschafft», sagte Bencic. Die 20-Jährige aus Wollerau konnte in Prag nicht an ihre teilweise starken Auftritte zu Saisonbeginn in Australien anknüpfen und kassierte erstmals zwei Niederlagen im Teamwettbewerb an einem Wochenende. «Ich bin zwar sehr enttäuscht», sagte Bencic gefasst, «aber ich habe mich die ganze Woche nie richtig wohl gefühlt auf dem Platz.»

Erfolgreiches Debüt von Teichmann

Dass der Coup gegen den haushohen Favoriten ausbleiben würde, hatte sich bereits am Samstag im ersten Einzel abgezeichnet. Zwar gelang Viktorija Golubic zum Auftakt ein guter Auftritt gegen Kvitova, der Lucky Punch der Weltnummer 100 blieb aber aus, Golubic verlor 2:6, 6:1, 3:6. «Wir waren von Zeit zu Zeit fähig, am Limit zu spielen und uns Chancen zu erarbeiten», sagte Günthardt, «aber eben nicht über die Gesamtdauer der drei Einzel.»

So blieb das erfolgreiche Fed-Cup-Debüt von Jil Teichmann der einzige sportliche Lichtblick aus Schweizer Sicht. Die 20-Jährige siegte im abschliessenden Doppel an der Seite von Timea Bacsinszky gegen Strycova und Lucie Safarova 1:6, 6:4, 10:8 und bescherte dem Team damit zumindest einen versöhnlichen Abschluss.

Bencic: «Wir bleiben dran»

Die Niederlage in Tschechien wird das Team, zu dem auch die im Oktober zurückgetretene Martina Hingis weiterhin als Coach gehört, aber nicht aus der Bahn werfen - «sofern das Team zusammenbleibt», so Günthardt. Bereits im Vorfeld hatten der Captain und die Spielerinnen vom Teamgeist geschwärmt. «Wir hatten auch in Prag eine gute Zeit, aber auf dem Platz hat es leider nicht geklappt», sagte Bencic. «Aber wir werden dran bleiben und es weiter versuchen.»

Vorerst gilt es aber, den Abstieg aus der Weltgruppe zu verhindern. Wer der Gegner der Schweiz am 21./22. April sein wird, wird am Dienstag ausgelost. Die Tschechinnen ihrerseits setzen ihre Jagd auf den sechsten Titel in acht Jahren im Halbfinal fort. Wie breit und stark die Mannschaft von Petr Pala aufgestellt ist, bewies in Prag die Tatsache, dass das Heimteam den gesundheitsbedingten Ausfall der nominellen Nummer 1 Karolina Pliskova problemlos verkraftete. «Diesen Luxus haben wir leider nicht», sagte Günthardt. (sda/ak/fal)

Erstellt: 11.02.2018, 17:10 Uhr

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