Das goldene Jahr von Steffi Graf

30 Jahre ist es inzwischen her, dass Steffi Graf den Golden Slam gewinnen konnte.

1988 wurde sie gar als Weltsportlerin ausgerufen.

1988 wurde sie gar als Weltsportlerin ausgerufen. Bild: Keystone

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In Basel laufen die Swiss Indoors. Tennis ist für einmal in der Stadt Trumpf, der FCB weit weg. Über das Geschehen in der sanierten Joggelihalle wird in diesen Tagen also gesprochen. Und natürlich über Roger Federer. Und seine unzähligen Rekorde. Vieles, vieles hat er erreicht, an dem sich die Generationen nach dem Ausnahmekönner aus dem Baselbiet die Zähne ausbeissen werden. Doch ein ganz grosses Kunststück fehlt ihm in seinem eindrücklichen Palmarès: der Golden Slam.

30 Jahre ist es inzwischen her, dass Steffi Graf diesen gewinnen konnte. Etwas, mit dem sie im Tenniszirkus bis heute alleine dasteht. Ein einzigartiger Triumph also. Golden Slam, das bedeutet, alle vier Grand-Slam-Turniere sowie den olympischen Wettbewerb im selben Jahr zu gewinnen. Was sich am 1. Oktober 1988 in Seoul ereignete, war also ein besonderer Moment in der Geschichte des Tennissports. Steffi Graf verwandelte den Matchball gegen Gabriela Sabatini und lief mit Tränen in den Augen zu ihrem Vater Peter Graf – unvergessen, diese Bilder von damals. Der Olympiasieg war für die Deutsche das i-Tüpfelchen nach einer beeindruckenden Saison.

Gerade 19 war Graf geworden, als sie ein paar Wochen vorher im Final von Wimbledon auf die langjährige Dominatorin Martina Navratilova traf. Zuvor fegte Graf am Australian Open im Endspiel Chris Evert in zwei Sätzen vom Platz und gewann Paris. Doch auf dem heiligen Rasen von London verlor sie den ersten Satz und lag im zweiten 0:2 im Hintertreffen, ehe sie den Turbo zündete. Nach diesem Kraftakt wurde sie als «Queen von Wimbledon» gefeiert, wiewohl es ihr erster Titel auf der grünen Unterlage war. Dieser Vergleich war für viele das Schlüsselspiel der Saison, danach zog die Deutsche ihr Ding den Rest der Saison durch.

Was folgte, war eine Tour der Anerkennung. 1988 wurde sie gar als Weltsportlerin ausgerufen. Zu Recht, führte sie danach doch 377 Wochen ununterbrochen die WTA-Weltrangliste an.

Schwer zu glauben also, dass hinter dem Golden Slam bald ein zweiter Name steht. 2020 bietet sich in Tokio für Roger Federer und Co. die nächste Gelegenheit. Immerhin findet das olympische Turnier auf asiatischem Grund statt – was in Sachen Golden Slam bekanntlich ein gutes Omen ist. (Basler Zeitung)

Erstellt: 26.10.2018, 15:08 Uhr

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