«Ich habe keinen Vertrag mehr mit Nike»

Vor seiner Rückkehr auf die Tour äussert sich Roger Federer zu den Gerüchten über einen Sponsorenwechsel und Nadals Erfolg in Paris.

Nimmt keine Stellung zu Gerüchten über Nike und Uniqlo: Roger Federer.

Nimmt keine Stellung zu Gerüchten über Nike und Uniqlo: Roger Federer. Bild: Keystone

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Roger Federer bestätigte vor dem Rasenturnier in Stuttgart, dass er aktuell in Verhandlungen bezüglich seines Ausrüstervertrags steht. Einen angeblich kurz bevorstehenden Wechsel zur japanischen Marke Uniqlo bezeichnete er hingegen als «Gerücht». «Aber ich habe seit März keinen Vertrag mehr mit Nike», sagte er am Montag.

Der 36-jährige Federer spielte seit frühesten Juniorenjahren in Kleidern und Schuhen des amerikanischen Sportartikel-Giganten und erhielt für die letzten zehn Jahre geschätzt über 120 Millionen Dollar. Nun soll ihm Uniqlo einen Vertrag über fast 30 Millionen Dollar, trotz des absehbaren Rücktritts, für die nächsten zehn Jahre anbieten. «Es laufen Verhandlungen», bestätigte Federer.

Entschieden scheint noch nichts. Obwohl nicht mehr unter Vertrag, trägt Federer in Stuttgart das Nike-Logo auf seinen Kleidern. Ein Wechsel wäre nicht ohne Risiken. Uniqlo stellt keine Schuhe her, so dass sich der Basler diesbezüglich umschauen müsste. Auch das weltberühmte «RF»-Logo könnte er bei einem neuen Ausrüster nicht ohne weiteres mitnehmen. Es ist zu erwarten, dass bis Wimbledon ein Entscheid fällt.

Rückkehr in Stuttgart

Federer stand in Stuttgart bereits zweimal zum Training auf dem Platz und zeigt sich sehr zufrieden mit der Qualität der Rasencourts. Nach dem Halbfinal 2016 und der Auftaktniederlage 2017 will er nun so nahe der Heimat erstmals gewinnen. Er weiss aber, dass die Aufgabe nicht einfach wird.

«Zu Beginn ist man immer euphorisch, dann kommt die Auslosung und man realisiert, welch starke Gegner warten.» Federer beginnt sein Turnier am Mittwoch (ca. 15.00 Uhr) gegen den Deutschen Mischa Zverev (ATP 54). «Das sind beides Spieler, die gerne auf Rasen spielen», weiss Federer. Er fühlt sich aber nach der Pause «frisch, gesund und bereit».

«Eine Extra-Motivation»

Es geht für ihn in Stuttgart nicht nur um den Turniersieg, er hat auch die Chance, die Nummer 1 zurückzuerobern. Rafael Nadal verteidigte seine knappe Spitzenposition dank seinem 11. French-Open-Titel am Sonntag. Federer sah vom Final gegen Dominic Thiem praktisch nichts, da er zunächst anreiste und dann trainierte. Überrascht war er aber nicht. «Es ist unglaublich, was er da leistet, aber eigentlich durfte man es erwarten.»

Er rechnete deshalb damit, dass es in Stuttgart um die Nummer 1 gehen könnte. «Das ist nochmals eine Extra-Motivation.» Für Nadals Sanderfolge hat er nur Bewunderung übrig. «Unglaublich, da bleiben nur Superlative übrig», kommentiert er dessen 11. French-Open-Sieg. «Wir können uns alle nur verneigen und gratulieren. Fantastisch!» (mro/sda)

Erstellt: 11.06.2018, 15:01 Uhr

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