«Federer im Kilt? Warum nicht?»

Mit Beginn der Rasensaison rückt Andy Murray noch mehr in den Fokus. Der Schotte glaubt, dass er die Nummer 1 bald abgeben muss.

Zweieinhalb Wochen vor Wimbledon hat Andy Murray gut lachen. (Pressebild Jaguar)

Zweieinhalb Wochen vor Wimbledon hat Andy Murray gut lachen. (Pressebild Jaguar)

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Fünf Tage sind vergangen seit dem schmerzlichen Halbfinal-Out am French Open in Paris gegen Stan Wawrinka. Sir Andy Murray hat den Sand der Fünfsatzniederlage abgewischt, der Blick geht nach vorne. Nach Wimbledon genau genommen, wo er in zweieinhalb Wochen die Championships als Titelverteidiger eröffnet.

Dannzumal wird er im Südwesten Londons aufschlagen, an diesem Mittwoch erhält er einen Vorgeschmack. Im Osten der Stadt enthüllt er den neusten Wagen von Jaguar, die Mitarbeiter seines Autopartners haben extra einen Rasenplatz in einem Industriequartier verlegt. Alles glänzt in den Wimbledon-Farben, sogar Erdbeeren mit Rahm werden serviert.

Anthony Joshua ist auch da, der Schwergewichts-Champion im Boxen, der vor sechs Wochen im Wembley Wladimir Klitschko bezwang. Er hat seine drei Weltmeister-Gürtel mitgebracht und erklärt, was er vor allem an Murray schätzt: «Er hat diesen unbedingten Siegeswillen, egal, wie aussichtslos eine Situation auch erscheinen mag.»

Am Rande des Anlasses nahm sich Murray Zeit für ein Gespräch mit baz.ch/Newsnet.

Zwei Grand Slams sind gespielt, die Titel gingen nicht an Sie oder Novak Djokovic, sondern an Roger Federer und Rafael Nadal. Sind Sie auch überrascht wie viele andere?
Im Tennis kann es schnell gehen. Wenn man die Grand-Slam-Titel anschaut, sind Roger und Rafa die beiden besten Spieler der Geschichte. Wenn sie fit und gesund sind, ist die Chance immer noch gross, dass sie bei den grössten Turnieren triumphieren.

Wie stark haben die beiden Sie im Verlaufe Ihrer Karriere inspiriert?
Ich habe immer zu ihnen aufgeschaut und musste mich wegen ihnen verbessern, auch dieses Jahr. Wenn man ihnen zuschaut, ist es so motivierend. Ich weiss, wenn ich keine Fortschritte mache, kann ich sie nicht schlagen – und damit auch die grössten Turniere nicht gewinnen.

Jetzt kehren Sie nach Wimbledon zurück. Was bedeutet Ihnen das Heimturnier?
Es ist die Zeit des Jahres, die ich am meisten mag. Ich spiele gerne zu Hause und auf Rasen und habe grossartige Erinnerungen an Queens und Wimbledon.

Das Vereinigte Königreich lechzte vor Ihnen jahrzehntelang nach Grosserfolgen, und die britische Presse ist nicht gerade für übertriebene Geduld bekannt. Wie schwierig war es für Sie bis zum ersten Sieg?
Sehr schwierig, ich habe ja am Anfang meiner Karriere viele wichtige Finals verloren. Ich wurde dauernd daran erinnert. Nicht nur von der britischen Presse, von der Tennispresse generell. Egal, welches Turnier ich gewonnen hatte, sie fragten immer, wann ich mein erstes Grand-Slam-Turnier gewinnen würde. Als ich beim US Open siegte, lautete die Frage, wann ich Wimbledon gewinnen würde. Das hört nie auf, das ist aber auch gut, es hilft mir, hohe Ansprüche an mich selber zu haben.

Nadal könnte Sie schon in Wimbledon als Nummer 1 ablösen. Spüren Sie deswegen zusätzlichen Druck?
Nein, ich will Wimbledon ja nicht wegen der Weltranglistenpunkte gewinnen. Ich werde die Nummer-1-Position höchstwahrscheinlich verlieren. Niemand hat sie ewig behalten, und das wird auch bei mir nicht anders sein. Zudem kann man es sich da oben nicht leisten, mehrere Monate keine Spiele zu gewinnen, wie ich von März bis zum French Open.

Im November kommt Roger Federer nach Glasgow, quasi zum Gegenbesuch für ihren Auftritt beim Match for Africa. Werden wir Roger Federer wie bei seiner Ankündigung damals in einem Kilt sehen?
Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht (lacht). Aber wir werden sicher etwas Lustiges machen.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.06.2017, 12:01 Uhr

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