Federer mit souveränem Startsieg in Montreal

Roger Federer startet erfolgreich ins ATP-Turnier in Montreal. Er bezwingt den Kanadier Peter Polansky in zwei Sätzen.

Roger Federer von Polansky nicht gefordert: Nach 53 Minuten gewann der Schweizer die Partie.

Roger Federer von Polansky nicht gefordert: Nach 53 Minuten gewann der Schweizer die Partie. Bild: Paul Chiasson/Keystone

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Nach einem Freilos in der 1. Runde war auch der Wildcard-Empfänger Polansky, die Nummer 116 der Welt, kein Gradmesser für Federers Form nach dreieinhalb Wochen Pause. Im ersten Spiel nach seinem achten Wimbledon-Triumph stand der Schweizer nur gerade 53 Minuten auf dem Platz und musste einzig beim Stand von 4:0 im zweiten Satz die einzigen beiden Breakbälle des Kanadiers abwehren.

Er habe den Rhythmus noch nicht gefunden, meinte Federer noch am Sonntag, nicht zuletzt wegen des Windes. Auch heute waren die Bedingungen in Montreal nicht einfach, es war relativ kühl und böig. Dennoch hatte der 19-fache Grand-Slam-Champion, der seinen ersten Titel in Québec anstrebt, keinerlei Startschwierigkeiten. Nach zehn Minuten führte er 3:0 und geriet nie auch nur ansatzweise in eine heikle Situation. Am Abend zuvor hatte er sich sogar noch den Besuch des Coldplay-Konzerts gegönnt.

Nun gegen Lieblingsgegner Ferrer

Ab Donnerstag werden die Aufgaben allerdings kniffliger, wenn auch immer noch nicht angsteinflössend. Im Achtelfinal trifft Federer auf den ehemaligen Top-5-Spieler David Ferrer. Der nach Verletzungen auf Platz 33 zurückgefallene Spanier gewann gegen den als Nummer 15 gesetzten Amerikaner Jack Sock und ist der Lieblingsgegner des Baslers schlechthin. 16 Mal hat Federer gegen Ferrer gespielt, 16 Mal hat er gewonnen. Besser ist seine Bilanz gegen keinen anderen Spieler.

Zwei mögliche Gegner sind allerdings bereits weg: der als Nummer 3 gesetzte Österreicher Dominic Thiem und die Nummer 5 Kei Nishikori. Thiem, der designierte Halbfinal-Gegner Federers, unterlag in der Nacht auf heute dem nur 1,70 m grossen Argentinier Diego Schwartzman (ATP 36) nach vier vergebenen Matchbällen.

Auch Nishikori, der im Viertelfinal auf Federer hätte treffen können, vergab bei der Niederlage gegen Gaël Monfils vier Matchbälle. Der hinter dem Schweizer höchstklassierte verbleibende Spieler in der unteren Tableauhälfte ist nun der Spanier Roberto Bautista Agut, die Nummer 16 der Welt.

Murray nicht in Cincinnati und bald nicht mehr Nummer 1

Nach dem aktuellen Turnier in Montreal fehlt der Weltranglistenerste Andy Murray auch beim Masters-1000-Turnier nächste Woche in Cincinnati. «Ich kann in Cincinnati nicht spielen, während ich mich erhole», gab der Schotte bekannt. Er hat seit seinem Viertelfinal-Aus in Wimbledon wegen Hüftproblemen nicht mehr gespielt.

Damit ist auch klar, dass Murray seinen Platz an der Spitze des ATP-Rankings spätestens am 21. August verliert. Er wird bereits diese Woche abgelöst, wenn Rafael Nadal in Montreal mindestens die Halbfinals erreicht. Je nach Resultaten in Kanada hat nächste Woche auch Roger Federer eine Chance, die Nummer 1 zu werden. (nag/SDA)

Erstellt: 09.08.2017, 19:32 Uhr

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