Tennis-Rüpel Kyrgios ging tatsächlich zum Psychologen

Nach seinen Ausbrüchen im Spitzentennis gibt der Australier den Geläuterten.

Die schlimmsten Ausraster von Nick Kyrgios: Der Australier ist für seine unbeherrschten Momente bekannt.

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Es war der eine Skandal zu viel. Als Nick Kyrgios im Oktober in Shanghai gegen Mischa Zverev den wohl lustlosesten Auftritt in der Geschichte des Profitennis hinlegte, schritt die ATP ein. Für sechs Wettkampfwochen wurde der Australier gesperrt. Mit einem kleinen Hintertürchen: Sollte er einen Sportpsychologen besuchen, würde die Sperre auf drei Wochen reduziert.

Ja, diesen Aufschlag hat Kyrgios wirklich in einem ATP-Turnier gespielt.

Erst liess es Kyrgios offen, ob er dieser Aufforderung Folge leisten wird. Aber jetzt hat er gegenüber «Fox Sports» bestätigt, dass er einen Psychologen konsultiert hat: «Es hat tatsächlich gutgetan. Ausserdem relaxe ich ein wenig und verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin.»

Rückblickend sieht der 21-Jährige nur Vorteile in seiner Sperre: «Ich habe mehr Freizeit, um mit den Leuten zu sein, die ich liebe. Und ich habe auch trainiert, also sollte ich 2017 in guter Form beginnen.»

Vor allem aber habe er Zeit gehabt, sein aufregendes Jahr 2016 zu verarbeiten: «Ich konnte über alles nachdenken, was in diesem Jahr passiert ist.» Kyrgios kletterte auf Rang 13 der ATP-Weltrangliste, er gewann seine ersten drei Turniere auf der Tour. Gleichzeitig aber machte er sich mit seiner provokanten Art auch viele Feinde.

«Ich muss mental besser werden»

«Natürlich wäre ich lieber nicht gesperrt worden», sagt er nun, «aber die Sperre hat mir auch Gelegenheit gegeben, darüber nachzudenken, was ich besser tun muss. Ich muss sowohl mental als auch physisch besser werden.»

Sollte Kyrgios dieser Einsicht tatsächlich Taten folgen lassen, dann hätte sein unglaublicher Auftritt in Shanghai tatsächlich sein Gutes gehabt. Denn ausser Frage steht, welches Talent er mitbringt. Wer sonst auf der Tour könnte selbst in seiner demotiviertesten Stunde den Gegner noch mit so einem Kunstschuss überraschen?

Kyrgios punktet gegen Zverev, selbst wenn es so aussieht, als hätte er den Punkt lieber verloren

Kein Wunder, bezeichnete Novak Djokovic Kyrgios kürzlich als «eines der grössten Talente, das unser Sport in letzter Zeit gesehen hat». Wenn er denn Lust auf Tennis hat. (fra)

Erstellt: 14.12.2016, 12:23 Uhr

ATP Weltrangliste

RNameP
1.SCOAndy Murray7750
2.ESPRafael Nadal7465
3.SUIRoger Federer6545
4.SRBNovak Djokovic6325
5.SUIStan Wawrinka6140
6.CROMarin Cilic5075
7.AUTDominic Thiem4030
8.JPNKei Nishikori3740
9.CANMilos Raonic3310
10.BULGrigor Dimitrov3160
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Stand: 24.07.2017 07:39

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