In 10 Tagen durch ganz Amerika

Nicole Reist aus Winterthur erweist sich beim «Race Across America» als die zäheste Radfahrerin – nur zwei Männer waren schneller.

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9 Tage, 23 Stunden und 57 Minuten – das ist die äusserst beeindruckende Fahrzeit von Nicole Reist am diesjährigen Extrem-Radrennen «Race Across America», das über fast 5000 Kilometer von der amerikanischen Westküste an die Ostküste führt.

Am Freitagabend erreichte die 33-jährige Schweizerin nach 4941 Kilometern und 53'400 Höhenmetern durch 12 Staaten das Ziel in Annapolis im Bundesstaat Maryland.

11 Pausen, 9 Stunden Schlaf

Elf Pausen von je einer Stunde habe sie beim Nonstop-Rennen eingelegt, so kam sie auf gerade einmal 9 Stunden Schlaf.

Reist kam auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit 20,58 km/h. Die Zürcherin stand in der 37-jährigen Geschichte des Rennens als zweite Frau überhaupt und als erste seit 25 Jahren auf dem Overall-Podium der Solofahrer – bezwungen nur von zwei Männern.

Ein neuer Rekordsieger bei den Männern

Zuvor hatte Österreichs Extrem-Radsportler Christoph Strasser die Härteprüfung zum fünften Mal als Sieger beendet. Damit zog er mit dem slowenischen Rekordsieger Jure Robic gleich. Strasser hatte im Rennen von der US-West- an die Ostküste bereits 2011, 2013, 2014 und 2017 triumphiert.

Diesmal bewältigte der 35-Jährige die Prüfung in 8 Tagen, 1 Stunde und 23 Minuten. Dabei sass er bei zwölf Stopps nur insgesamt 8:18 Stunden nicht auf dem Rad.

Reist kann es kaum glauben

«Es war mein heimliches Ziel, die Strecke in weniger als 10 Tagen zu schaffen», so Nicole Reist nach der Zieleinfahrt am City Dock in Annapolis. «Dass dieser Traum nun wahr wurde, freut mich riesig! So ganz realisiert habe ich das alles aber noch nicht. Vorerst bin ich einfach nur sehr, sehr müde.» (sda)

Erstellt: 23.06.2018, 21:15 Uhr

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