Medaillen für Videospieler

Konsole statt Ball: Im E-Sport wird an den Asienspielen bald um den Titel gekämpft. Bemerkenswert – aber kein Zufall.

Die Spieler in der Mitte an den Bildschirmen, Tausende Zuschauer rundherum: Ein E-Sport-Event in Hamburg.

Die Spieler in der Mitte an den Bildschirmen, Tausende Zuschauer rundherum: Ein E-Sport-Event in Hamburg. Bild: Keystone

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Das Stadion ist gefüllt, die Zuschauer singen in Chören, eine La-Ola-Welle geht durch die Menge, die Athleten werden euphorisch angefeuert. Was mit Fussball, Eishockey oder anderen bekannten Sportarten assoziiert wird, ist in Wirklichkeit die Szenerie eines E-Sport-Events.

E-Sport? Nicht real, aber virtuell spielen die Teilnehmenden alleine oder in Teams um Sieg oder Niederlage. Auf einer gewöhnlichen Konsole oder am Computer. Was sie spielen, kommt auf den Event an – die Fusball-Simulation «Fifa» oder das Strategiespiel «League of Legends». In Arenen rund um den Globus verteilt finden regelmässig Wettkämpfe statt, online verfolgen bis zu 100'000 Zuschauer die Events. Im letzten Jahr wurde weltweit ein Umsatz von über einer halben Milliarden Euro gemacht. Offiziell ist E-Sport nur in den USA, Brasilien, Frankreich und China als Sportart anerkannt. Nun folgt aber die Expansion – der Konsolensport wird 2022 ins Programm der Asienspiele aufgenommen.

Rasante Entwicklung in den letzten Jahren

E-Sport wird also auf der gleichen Ebene stattfinden wie Fussball, Badminton oder Boxen – es wird um Medaillen gekämpft. Den Entscheid getroffen hat das Asiatische Olympische Komitee und begründet das so: «Wir berücksichtigen die rasante Entwicklung und Popularität dieser neuen Form der Sportbeteiligung.» Welche Videogames gespielt werden, ist noch nicht bekannt.

Bereits im kommenden Jahr wird ein Testlauf durchgeführt. An den Asienspielen im indonesischen Jakarta steht E-Sport als Demonstrations-Sportart auf dem Programm. Dass gerade Asien den Wachstum des Konsolensports vorantreibt, scheint logisch: Die Zahl asiatischer E-Sport-Spieler wird auf 350 Millionen geschätzt.

(nry)

Erstellt: 20.04.2017, 19:22 Uhr

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