Soll die Stadt Zürich autofrei werden?

Die Juso lancieren ein Novum: Jeder kann schon vor der Abstimmung bestimmen, was an die Urne gelangen soll. Die Jungpolitiker legen drei brisante Themen für die Stadt vor.

Bald kein Thema mehr in Zürich? Die Juso lancieren eine Umfrage, ob die Stadt autofrei werden soll – und dann lancieren sie eine Vorlage. Bild: Keystone

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Die Juso wollen eine schärfere linke Politik in der Stadt Zürich. In ihrem Strategiepapier «Erobern wir Zürich zurück!» stellen sie unter anderem Forderungen nach einer Kollektivierung des städtischen Bodens, einem Stimmrecht für Sans-Papiers oder Gratis-ÖV für alle.

Das Papier wurde zwar von ihrer Mutterpartei SP Anfang Juli mit 118 zu 21 Stimmen abgeschmettert. Die Jungpartei gibt aber nicht auf und lanciert nun ein Novum in der Schweizer Politik: Die Bevölkerung soll unter drei politischen Forderungen eine auswählen, die von der Jungpartei dann in eine Volksinitiative umgesetzt wird.

Grosser Rückhalt dank offener Abstimmung

Ab heute Mittwoch kann jeder online mitbestimmen, welches der folgenden drei Themen lanciert werden soll: eine autofreie Stadt Zürich, die Aufnahme von 50'000 Flüchtlingen durch die Stadt oder den Mietzins vom Einkommen abhängig zu machen.

Umfrage

Welche Volksabstimmung sollen die Juso lancieren?





«Diese politischen Themen sind wichtig für eine visionäre Stadt Zürich», sagt Juso-Präsidentin Moira Pinkus. Ausserdem sollen die Linken in der Stadt mutiger auftreten. Ziel des Votings sei es, dass möglichst viele Leute teilnähmen. Pinkus: «Alle Leute sollen ihr Anliegen mitteilen, unabhängig davon, ob sie politisch aktiv sind oder nicht.» So könne sich die Partei grossen Rückhalt in der Bevölkerung sichern und die Legitimität durch die Bürger erhalten.

(Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von TA) (tif)

Erstellt: 13.07.2016, 08:22 Uhr

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