Geldwäsche-Skandal

Chefs der Panama-Paper-Kanzlei auf freiem Fuss

Seit Februar sassen die beiden Anwälte Jürgen Mossack und Ramón Fonseca Mora in Haft. Ihnen ist Bestechung vorgeworfen worden.

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Nach der Zahlung einer Kaution hat ein Gericht in Panama am Freitag die Freilassung von Jürgen Mossack und Ramón Fonseca Mora aus der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Inhaber der durch die sogenannten Panama Papers bekannt gewordenen Kanzlei Mossack-Fonseca waren im Februar wegen eines anderen Skandals festgenommen worden.

Schmiergelder erhalten

Es geht dabei um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht, dem sie geholfen haben sollen, Bestechungsgeld weiterzuleiten. Ihnen wird Geldwäsche vorgeworfen.

Odebrecht hat eingeräumt, rund 800 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben, um Aufträge zu gewinnen. Fonseca hat kritisiert, die Ermittler hätten sie in dem Fall zum Sündenbock gemacht.

Panama Papers: Der Skandal

Im April 2016 hatte ein internationales Netzwerk investigativer Journalisten, darunter der «Tages Anzeiger», über rund 200'000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen.

Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.

(roy/dapd)

Erstellt: 22.04.2017, 05:44 Uhr

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