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Energien Aargauer Gericht eröffnet Konkurs über Pelletwerk Mittelland AG Technische Probleme führen zum Fiasko - 60 Gemeinden beteiligt

Nach nur einem Betriebsjahr ist über der Pelletwerk Mittelland AG im aargauischen Schöftland der Konkurs eröffnet worden.

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Das Werk wollte Pellets aus frischem Waldholz herstellen. Technische Probleme bei der Produktion führten zu einem Verlust von 2,5 Millionen Franken.

Nachdem das Pelletwerk Mittelland AG wegen der drohenden Überschuldung beim zuständigen Bezirksgericht Kulm eine Zwischenbilanz vorgelegt hatte, wurde das Konkursverfahren eröffnet. Der Bezirksrichter bestätigte am Mittwoch auf Anfrage einen Bericht der «Mittelland Zeitung».

Das Pelletwerk war 2008 auf dem Gelände eines stillgelegten Mischfutterwerkes der Polymill AG in der Suhrentaler Gemeinde Schöftland errichtet worden. Die Produktion wurde im Juli 2009 aufgenommen.

Als Besonderheit wollte das Werk frisch geschlagenes Waldholz in Form von ganzen Stämmen direkt zu Pellets verarbeiten. Bei diesem Verfahren gab es jedoch technische Probleme, weil das Holz zu feucht war. Die Produktion lief nie auf Hochtouren.

Nach Angaben des Verbandes Holzenergie Schweiz produzieren landesweit rund 15 Pelletwerke insgesamt rund 100'000 Tonnen Pellets pro Jahr. Die Pellets werden als Brennstoff für moderne Holzheizungen genutzt.

60 Gemeinden investierten Geld

An der Pelletwerk Mittelland AG hatten sich 60 Ortsbürger- und Einwohnergemeinden aus dem Westaargau, dem Solothurner Niederamt und Gäu beteiligt. Sie zeichneten rund 3 Millionen des Aktienkapitals in der Gesamthöhe von 3,4 Millionen Franken. Den Gemeinden droht nun ein Totalverlust.

Das Ende für das Werk zeichnete sich bereits Anfang Juli ab. Die Erdgas Zürich AG winkte ab, sich am Pelletwerk zu beteiligen. Der ursprüngliche Plan, die Sanierung mit 6 Millionen Franken finanzieren zu können, habe sich als unrealistisch erwiesen.

Ein wirtschaftlicher Betrieb wäre auch auf Jahre hinaus nicht möglich gewesen, hiess es weiter. Die Erdgas Zürich hatte die Pellets aus Schöftland vertrieben.

Erstellt: 11.08.2010, 11:44 Uhr

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