China bei erneuerbaren Energien an der Spitze

In Sachen Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft ist China zum Weltmarktführer aufgestiegen. Die USA dürften unter der Regierung Trump noch weiter zurückfallen.

Einer von Chinas grossen Solarzellenproduzenten: Hauptquartier der Himin Group in Dezhou. (Archivbild)

Einer von Chinas grossen Solarzellenproduzenten: Hauptquartier der Himin Group in Dezhou. (Archivbild) Bild: Alex Hofford/EPA/Keystone

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Mit einer markanten Steigerung seiner Auslandsinvestitionen ist China vergangenes Jahr zum Weltmarktführer bei den erneuerbaren Energien aufgestiegen. China besitzt mittlerweile fünf der sechs grössten Solarzellenhersteller der Welt.

Die Volksrepublik habe ihre Auslandsinvestitionen in erneuerbare Energie 2016 um 60 Prozent auf einen Rekordwert von 32 Milliarden Dollar erhöht, heisst es in einem Bericht, den das Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse (IEEFA) am Freitag veröffentlichte.

Trumps Ankündigung

Bei den Inlandsinvestitionen in Erneuerbare war China schon vorher Spitzenreiter in der Welt. Die Volksrepublik habe mehr als hundert Milliarden Dollar in den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft und damit zusammenhängende Branchen gesteckt, berichtet der Branchendienst Bloomberg New Energy Finance. Dies sei mehr als doppelt so viel wie die US-Inlandsinvestitionen in die Branche.

«Die USA fallen schon weit hinter China zurück in dem Rennen, sich einen grösseren Anteil an dem boomenden Markt sauberer Energien zu sichern», erklärte IEEFA-Chef Tim Buckley. Die Ankündigung der neuen US-Regierung von Donald Trump, wieder verstärkt auf fossile Brennstoffe zu setzen, liessen «nichts Gutes erahnen».

13 Millionen Arbeitsplätze

Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur wurden 3,5 Millionen der weltweit 8,1 Millionen Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien in China geschaffen. In den USA sind es demnach nur 800'000. Chinas nationale Energiebehörde rechnet damit, dass es in der Branche bis 2020 mindestens 13 Millionen Arbeitsplätze gibt. (chi/sda)

Erstellt: 07.01.2017, 04:35 Uhr

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