Erste Bitcoin-Milliardäre

Sie verklagten Facebook-Gründer Zuckerberg wegen Ideenklaus: Jetzt sind die Winklevoss-Zwillinge mit Bitcoin reich geworden.

Verklagten Facebook-Gründer Zuckerberg wegen Ideenklaus: Tyler und Cameron Winklevoss.

Verklagten Facebook-Gründer Zuckerberg wegen Ideenklaus: Tyler und Cameron Winklevoss. Bild: Lucas Jackson/Reuters

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Sie behaupteten, Mark Zuckerberg habe die Idee für Facebook von ihnen geklaut: Die Winklevoss-Zwillinge Cameron und Tyler. 2004 verklagten die beiden Zuckerberg. In einem Vergleich wurde ihnen 65 Millionen US-Dollar zugesprochen. Einen Teil des Geldes investierten sie in Bitcoin. Das hat sich offenbar ausgezahlt.

Auf dem neusten Milliardärsindex von Bloomberg werden die Brüder als neue Milliardäre aufgelistet. Sie sind zwar nicht auf der Liste der 500 Reichsten, werden von Bloomberg aber als «Versteckte Milliardäre» bezeichnet. Sie sollen im ablaufenden Jahr mit ihrer Investition in Bitcoins in die Riege der besonders Reichen aufgestiegen sein.

Heftige Kursrückschläge

Angaben zu einem Bitcoin-Vermögen sind mit gewisser Vorsicht zu geniessen, da die Kryptowährung äusserst volatil ist. Knackte sie Mitte Dezember die 20'000-Dollar-Marke, fiel sie zuletzt kurzzeitig wieder unter die Marke von 12'000 Dollar. Am Donnerstag kostete ein Bitcoin beim Online-Handelsplatz Bitstamp rund 14'100 Dollar (8 Uhr).

Laut «New York Times» fingen die Winklevoss 2012 damit an, Bitcoin zu kaufen. Damals lag der Wert einer digitalen Münze noch unter 10 Dollar. Nach einer Berechnung des britischen «Telegraph» dürfte das Vermögen mittlerweile auf Milliardenhöhe gestiegen sein.

«Besser als Gold»

Mittlerweile haben die Brüder eine virtuelle Devisenbörse namens Gemini (Latein für «Zwilling») gegründet, an der sie Mehrheitseigner sind. Bitcoin nannten die Winklevoss in der Vergangenheit «besser als Gold». Wenn man vergleiche, was Gold wertvoll mache – Knappheit, Beständigkeit, Übertragbarkeit –, sei Bitcoin ebenbürtig oder besser, so Tyler Winklevoss zur «Financial Times».

In der volatilen Währung sehen die beiden ehemaligen olympischen Ruderer und Harvard-Studenten kein Problem: «Wir fühlen uns in einem sehr risikoreichen Umfeld mit keiner Erfolgsgarantie sehr wohl», sagte Tyler Winklevoss zuletzt der «New York Times». «Ich meine nicht, ein paar Tage, Wochen oder Monate unter solchen Umständen zu existieren. Ich meine Jahr für Jahr.»

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.12.2017, 15:00 Uhr

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