Immobilienpreise steigen bis zu 4 Prozent

Gute Konjunktur und eine anhaltend hohe Zuwanderung: Das Risiko einer Immobilienblase bleibt auch im zweiten Quartal hoch. In gewissen Regionen ist die Teuerung besonders stark zu spüren.

Hier stehen die Wohnungspreise unter Druck: Überbauung in Zürich. (Foto: Reto Oeschger)

Hier stehen die Wohnungspreise unter Druck: Überbauung in Zürich. (Foto: Reto Oeschger)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt auch im zweiten Quartal in der Risikozone. Der von der Grossbank UBS berechnete Blasenindex stieg um 0,02 auf 1,24 Punkte. Damit haben sich die Risiken seit dem ersten zweiten Quartal 2013 kaum mehr verstärkt.

Dies sei im momentanen Umfeld nicht selbstverständlich, schreibt die UBS in ihrem vierteljährlich publizierten Swiss Real Estate Bubble Index. So hätten sich die langfristigen Zinsen seit Jahresbeginn halbiert. Auch die Zuwanderung bleibe trotz Annahme der Masseneinwanderungsinitiative auf hohem Niveau. Ausserdem laufe auch die Konjunktur gut.

Vorschriften dämpfen Risiken

Dass die Risiken dennoch kaum stiegen, schreiben die UBS-Experten den Verschärfungen der regulatorischen Vorschriften zur Hypothekenvergabe zu, welche spürbar auf die Preise für Wohnimmobilien drückten. Gemäss Berechnungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erfüllen rund 40 Prozent der Neuausleihungen die 5-Prozent-Tragbarkeitsregel nicht.

Per September 2014 müssen Käufer von Wohneigentum indes verschärfte Bedingungen erfüllen. Unter anderem muss die Hypothekarschuld neu innert 15 Jahren (früher 20 Jahre) linear auf zwei Drittel des Belehnungswerts amortisiert werden. Ausserdem werden die Liegenschaften nur noch nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Hohe regionale Risiken

Diese Selbstregulierungsvorschriften der Banken würden die Preiswachstumsraten dämpfen, hält die UBS fest. Preiswachstumsraten von schweizweit durchschnittlich gegen 5 Prozent jährlich wie in den Jahren 2008 bis 2011 dürften gemäss den Experten trotz guten Wirtschaftsdaten Geschichte sein.

Unverändert bleiben die regionalen Risiken: In der Süd- sowie in der Nordwestschweiz stiegen die Preise um 4 Prozent, wie dem Index zu entnehmen ist. Am Genfersee und in Zürich bleiben die Wohnungspreise hingegen unter Druck. Angesichts der hohen Bewertung sei dies aber keine Entwarnung, so die UBS. (mrs/sda)

Erstellt: 05.08.2014, 09:35 Uhr

Artikel zum Thema

Es drohen mehr Streitereien um Renditen von Immobilien

Bei Wohnungswechseln soll der neue Mieter erfahren, wie hoch die Miete vorher war. Das führe zu mehr Verfahren wegen zu hoher Rendite, heisst es beim Bund. Mehr...

«Das Land besteht nicht nur aus Hotspots»

Die Marktmiete würde die Mietzinse kurzfristig nicht erhöhen, sagt Immobilien­experte Lorenz Heim. Nur die wenigsten Vermieter würden die Zitrone auspressen. Mehr...

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Kommentare

Die Welt in Bildern

Sie bringen Licht ins Dunkel: Die Angestellten einer Werkstatt in Tuntou, China, fertigen Laternen in Handarbeit. Diese werden als Dekoration für das chinesische Neujahrsfest dienen, das Anfang Februar stattfindet. (Januar 2019)
(Bild: Roman Pilipey/EPA) Mehr...