Schweizer Börse schliesst erneut mit Verlusten

Nach dem erneuten Einbruch des Dow Jones startete die Schweizer Börse zwar gefestigt, der SMI rutschte aber kurz nach Mittag wieder ab.

Die Schweizer Börse zeigt sich nach den Strapazen der letzten Tage zuerst erholt. (Archivbild)

Die Schweizer Börse zeigt sich nach den Strapazen der letzten Tage zuerst erholt. (Archivbild) Bild: Keystone

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Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einem weiteren turbulenten Handelstag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Nach einem bereits volatilen Start in die Sitzung, mit allerdings mehrheitlich positiven Notierungen, rutschte der SMI kurz nach Mittag um über 100 Punkte ab.

Parallel zu den ebenfalls ohne klare Richtung eröffnenden US-Börsen machte der Leitindex dann am Nachmittag innert kurzer Zeit weitere Sprünge in ähnlicher Grössenordnung. Die derzeitige Hektik an den Märkten wurde damit zum Wochenschluss noch einmal gut wiedergegeben.

Entsprechend notierte auch der als Angstbarometer bekannte Volatilitätsindex VSMI zuletzt bei über 26 Punkten, was gegenüber Ende Januar in etwa einer Verdoppelung entspricht.

Derzeit streiten sich die Experten in Bezug auf die Einschätzung der Lage: Der Einbruch der Aktien sei nur eine längst überfällige Korrektur auf hohem Niveau und die Situation werde sich bald wieder stabilisieren, heisst es auf der einen Seite.

Die anziehende Inflation und die steigenden Zinsen dürften die Dividendenpapiere noch länger und heftiger unter Druck setzen, meinen die pessimistischeren Akteure. Einigkeit scheint bis zu einem gewissen Grad immerhin darüber zu herrschen, dass die Volatilität kurzfristig hoch bleiben wird.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,93 Prozent tiefer bei 8682,0 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich damit ein Minus von 5,8 Prozent, dies nach einem Verlust von 3,1 Prozent in der Vorwoche. Der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel um 0,96 Prozent auf 10'007,05 Punkte.

Zahlreiche Verlierer

Die grössten Verluste erlitten bis zum Schluss die Aktien von Aryzta (-4,4 Prozent). Diese wurden nebst der allgemeinen Ausverkaufsstimmung von Spekulationen um eine mögliche Kapitalerhöhung belastet, hiess es in Börsenkreisen.

Dahinter büssten auch die Papiere von Swatch (-2,1 Prozent), Logitech (-2,2 Prozent) und Lonza (-2,6 Prozent) deutlicher an Terrain ein. Ebenfalls klar unter Druck standen Titel wie Schindler (-1,9 Prozent) oder UBS (-1,6 Prozent).

Von den übrigen Finanzwerten verloren Julius Bär (-1,3 Prozent), Swiss Life (-1,2 Prozent) und Partners Group (-1,5 Prozent) mehr als etwa CS (-0,7 Prozent) oder Swiss Re ( 0,2 Prozent). Die Titel von ABB, welche am Vortag nach Zahlen noch um knapp 7 Prozent eingebrochen waren, fielen um weitere 1,6 Prozent zurück.

Während sich die Papiere von Novartis (-1,0 Prozent) in etwa mit dem Markt bewegten, hielten sich diejenigen von Roche (-0,7 Prozent) und vor allem von Nestlé (-0,5 Prozent) etwas besser.

Kaum Gewinner

Die einzigen Gewinner waren die Titel von Sonova ( 0,8 Prozent), Dufry ( 0,3 Prozent) und die bereits erwähnten Swiss Re.

Im breiten Markt profitierten die Aktien von Ems-Chemie ( 1,9 Prozent) und die Partizipationsscheine der Graubündner Kantonalbank ( 1,7 Prozent) jeweils von starken Zahlen, Mobimo (-1,8 Prozent) konnten dagegen diesbezüglich nicht überzeugen und fielen zurück. (sep/sda)

Erstellt: 09.02.2018, 18:11 Uhr

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