Marktmanipulation? Ermittlungen gegen VW-Chef

Im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Matthias Müller und seinen Vorgänger Martin Winterkorn eröffnet.

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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen VW-Chef Matthias Müller eingeleitet. Sie ermittelt auch gegen den früheren Konzernchef Martin Winterkorn sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Dieter Pötsch, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Anlass ist demnach eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aus dem Sommer 2016.

Die Ermittlungen beziehen sich auf jetzige und frühere Funktionen von Müller, Pötsch und Winterkorn bei der Porsche Automobil Holding (SE), die die Aktienmehrheit an der Volkswagen AG hält. Gegen die Beschuldigten besteht laut Staatsanwaltschaft der Anfangsverdacht, «den Anlegern die sich aus den Software-Manipulationen bei Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG ergebenden, insbesondere finanziellen Konsequenzen für die Porsche SE bewusst verspätet mitgeteilt zu haben».

Vergangene Woche hatte bereits die «Wirtschaftswoche» über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft berichtet. Die Behörde bestätigte nun, dass bereits im Februar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei.

Bildstrecke – der VW-Abgasskandal:

(woz/sda)

Erstellt: 17.05.2017, 10:33 Uhr

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