Coop droht Strafsteuer von 20 Millionen Franken

Um Arbeitsplätze zu sichern sollen Self-Scanning-Kassen besteuert werden.

Wer seinen Einkauf selber scannt zahlt an einer Self-Scanning-Kasse.

Wer seinen Einkauf selber scannt zahlt an einer Self-Scanning-Kasse. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Kanton Genf sollen Detailhändler künftig für jede Self-Scanning-Kasse 10'000 Franken Strafsteuern im Monat bezahlen - also ungefähr den Monatslohn zweier Kassiererinnen. Ziel ist, die Arbeitsplätze im Detailhandel zu sichern. Noch diesen Sommer berät der Genfer Grossrat über einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der aus den Reihen der SP stammt.

Laut einem Positionspapier rechnet die von den Grossverteilern dominierte Interessengruppe Detailhandel vor, wie teuer die Unternehmen die Strafsteuer kommen würde. So müsste alleine Coop, die in Genf zurzeit 181 Self-Checkout-Kassen in Betrieb hat, jährlich 21,7 Millionen Franken zusätzlich dem Fiskus abliefern, wie die «Handelszeitung» berichtet.

Etwas besser käme die Migros weg: Sie betreibt im Kanton bloss 17 automatische Kassen und müsste «nur» 2 Millionen Franken Steuern berappen. Würde die Steuer schweizweit eingeführt, müsste Coop zusätzliche Steuern von 170 Millionen Franken zahlen, Migros insgesamt 150 Millionen Franken. (pre/sda)

Erstellt: 26.07.2017, 16:47 Uhr

Artikel zum Thema

Coop vertraut auf Vegi-Kraft

Die Detailhändlerin stellt ihren ersten Laden ganz ohne Fleischprodukte vor. Mehr...

Coop ruft wegen Listerien Käse zurück

BASEL Wegen Listerien ruft Coop landesweit einen Manchego Käse zurück. Coop informierte auch das Kantonslabor Basel-Stadt. Mehr...

Rentner parkiert direkt im Coop

Muttenz Ein 87-jähriger Autofahrer hat etwas zu nah parkiert: Sein Auto durchbricht die Fassade der Coop-Filiale in Muttenz. Mehr...

Paid Post

DSLR-Kamera gewinnen

Halten Sie besondere Momente mit einer Spiegelreflexkamera von Canon für immer fest.

Kommentare

Service

Kino

Alle Kinofilme im Überlick

Die Welt in Bildern

Wer wird Präsident? Ein traditionell gekleideter Chilene, ein sogenannter Huaso, verlässt nach seiner Stimmabgabe in Santiago die Wahlkabine. (19. November 2017)
(Bild: Esteban Felix/AP) Mehr...