Russische Nuklear-Ingenieure wegen Bitcoin-Schürfen verhaftet

In Russland sind Ingenieure eines Kernforschungszentrums festgenommen worden. Sie missbrauchten die leistungsstarken Computer, um Bitcoins zu generieren.

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Mehrere Ingenieure eines wichtigen russischen Kernforschungszentrums sind festgenommen worden. Diese wollten laut Angaben des Instituts mit den dortigen leistungsstarken Computern die Kryptowährung Bitcoin generieren.

Die Mitarbeiter des Kernforschungszentrums in der Stadt Sarow seien «rechtzeitig gestoppt worden», sagte eine Sprecherin der Forschungseinrichtung am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax. Gegen die Verdächtigen seien ihres Wissens Strafverfahren eingeleitet worden. Um wie viele Mitarbeiter es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht.

Einer der leistungsstärksten Rechner weltweit

In dem Kernforschungszentrum wird insbesondere an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet, der Zugang ist streng limitiert. Im Jahr 2011 wurde dort ein Supercomputer installiert, nach Angaben des russischen Fernsehens damals einer der zwölf leistungsstärksten Rechner weltweit.

Die Internetwährung Bitcoin wird durch komplexe Rechenoperationen erschaffen, «Mining» genannt. Je leistungsstärker die Computer sind, desto schneller lässt sich das virtuelle Zahlungsmittel schürfen.

Der Bitcoin hat in den vergangenen Wochen eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Vor sechs Wochen erreichte er noch einen Spitzenwert von fast 20'000 Dollar. Der Höhenflug der Digitalwährung hatte Ende 2017 immer neue Anleger gelockt. Danach war sie allerdings abgerutscht.

(fur/sda)

Erstellt: 10.02.2018, 09:49 Uhr

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