Suisse Eole und WWF planen 400 Windenergieanlagen

Bei der Windenergie steckt die Schweiz mit ihren 37 Anlagen noch in den Kinderschuhen. Der Branchenverband geht nun zusammen mit dem WWF in die Offensive.

Herausforderung für die Branche: Die höchste Windkraftanlage Europas am Griessee in der Nähe des Nufenenpass. (30. September 2016)

Herausforderung für die Branche: Die höchste Windkraftanlage Europas am Griessee in der Nähe des Nufenenpass. (30. September 2016) Bild: Olivier Maire/Keystone

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Der Branchenverband der Windenenergie Suisse Eole und die Umweltorganisation WWF Schweiz setzen sich gemeinsam für einvernehmliche und tragbare Lösungen zur Umsetzung von Windprojekten ein. Ziel sei es, mit einem breiten Dialog den Weg für die Realisierung von 400 Windenergieanlagen zu ebnen.

Die Erfahrungen in der Zusammenarbeit von WWF und Suisse Eole zeigten, dass sich Windenergieprojekte in vielen Fällen mit minimalen Auswirkungen auf Natur und Umwelt realisieren liessen, hiess es an einer Medienkonferenz vom Montag in Bern.

An einem runden Tisch diskutierten WWF und Suisse Eole jeweils Beurteilungskriterien für Windenergieprojekte, Massnahmen zum Schutz der Natur, Bedenken oder Einwände seitens der Umweltorganisation und die Herausforderungen für die Windbranche. Diese Meetings stünden allen Verbänden offen.

Schweiz steckt noch in den Kinderschuhen

Die Stromproduktion durch Wind, vor allem im Winter, sei essentiell und könne umweltverträglich umgesetzt werden. Die Schweiz stecke aber betreffend Windenergie noch in den Kinderschuhen. Heute gebe es erst 37 Windenergieanlagen.

Ziel sei es, den Weg zur Realisierung von 400 Windenergieanlagen zu ebenen, wie dies im Szenario 2035 der Umweltallianz vorgesehen sei. Dies würde drei bis fünf Prozent der Schweizer Stromproduktion entsprechen. Relevant für die Umsetzung sei, dass die Unklarheiten im Vollzug durch Bund und Kantone nun geschlossen würden.

Klare Vorgaben des Bundes seien seit mehreren Jahren angekündigt, aber immer noch ausstehend. So seien das hängige Windenergie-Konzept des Bundes und das seit Jahren erwartete Handbuch für Umweltverträglichkeitsprüfungen notwendig, um mehr Rechtssicherheit für Unternehmen, Verbände und Kantone zu schaffen. (bee/sda)

Erstellt: 05.12.2016, 13:12 Uhr

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