Technologie soll 30'000 UBS-Mitarbeiter ersetzen

Aufgrund der Digitalisierung könnte jede dritte Stelle der Schweizer Grossbank wegfallen. Konzernchef Sergio Ermotti erwartet eine Verschiebung innerhalb von zehn Jahren.

Setzt auf Technologie: Sergio Ermotti an der UBS-GV 2016. (Archivbild)

Setzt auf Technologie: Sergio Ermotti an der UBS-GV 2016. (Archivbild) Bild: Georgios Kefalas/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei der Schweizer Grossbank UBS könnte Technologie in den kommenden Jahren rund ein Drittel der Stellen überflüssig machen. In Zahlen wären das knapp 30'000 Menschen.

Einschliesslich externen Mitarbeitern beschäftige das Institut zurzeit fast 95'000 Personen, erklärte Konzernchef Sergio Ermotti in einem Interview dem Magazin «Bloomberg Markets». «Man kann 30 Prozent weniger haben, aber die Jobs werden viel interessanter sein», sagte er. Statt 50 Kunden könnten die Mitarbeiter dann 100 Kunden bedienen, und das auf eine viel ausgefeiltere Weise.

«Die Technologie wird helfen, die Kostenbasis zu reduzieren.» Gleichzeitig müsse aber ein grosser Teil der Einsparungen reinvestiert werden, um technologisch auf dem neusten Stand zu bleiben, erklärte Ermotti.

Er erwartete keinen «Big Bang», sondern eine graduelle Verschiebung über die kommenden zehn Jahre. (sda)

Erstellt: 03.10.2017, 14:40 Uhr

Artikel zum Thema

Etihad und Ermotti verkaufen Schweizer Airline

Grosse Pläne hatte Etihad mit Darwin Airline. Warum die Scheichs nun aussteigen. Mehr...

UBS korrigiert Ergebnis nach unten – Chef verdient 13,7 Millionen

Die UBS hat 2016 weniger Gewinn gemacht als zunächst gedacht. Der Lohn des obersten Managers, Sergio Ermotti, ist gesunken, die gesamte Konzernleitung kostete aber mehr. Mehr...

Blogs

Mamablog Nachts sind alle Väter grau

Private View Der Fang des Jahres

Die Welt in Bildern

Riesig hohe Surfwellen: Vor der portugisischen Küste befindet sich im Meer der Nazare Canyon eine über 230 Kilometer lange Schlucht mit einer Tiefe von bis zu 5000 Metern, deshalb entstehen hier die beliebten Wellen.
(Bild: Rafael Marchante) Mehr...