Swiss auf dem Weg nach oben

Fluggesellschaft profitiert von Erneuerung der Flotte und steigert Betriebsgewinn deutlich.

Im Fokus: Die neuen Flieger der Swiss, hier eine Boeing 777-300ER, ziehen die Blicke auf sich.

Im Fokus: Die neuen Flieger der Swiss, hier eine Boeing 777-300ER, ziehen die Blicke auf sich. Bild: Keystone

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Eine Boeing 777 am Boden ist für eine Fluggesellschaft kein Indiz für Erfolg – und doch ist die im Februar im kanadischen Iqaluit gestrandete Maschine der Beweis, dass die Swiss derzeit gut unterwegs ist: Trotz geschätzter Kosten in Millionenhöhe hat die Fluggesellschaft gestern gute Halbjahreszahlen publiziert. Der Gewinn stieg um 31 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 200 Millionen Franken. Der Umsatz nahm immerhin um drei Prozent auf 2,36 Milliarden Franken zu, wie es in einer Mitteilung hiess. Das Plus beim Gewinn sei vor allem auf die verbesserte Effizienz dank der Flottenmodernisierung zurückzuführen.

Beim Stichwort modernere Flotte rückt auch die Boeing 777-300ER in den Fokus: Dem für die Langstrecken eingesetzten Jet hatte eine automatische Triebwerkabschaltung den ausserplanmässigen Stopp auf dem kanadischen Rollfeld bei Minusgraden beschert. Neun Flugzeuge dieses Typs betreibt die Swiss, wie sie gestern bilanzierte. Die Flugzeuge wurden als Ersatz für den Airbus A340-300 eingeflottet.

Neues Gesicht der Flotte

Die Swiss-Flotte hat auch auf der Kurzstrecke inzwischen ein neues Gesicht. Mittlerweile seien acht Bombardier CS100 und zwei Bombardier CS300 eingeführt worden und damit der Avro RJ100 abgelöst worden. Die beiden neuen Flugzeugtypen werden von der Swiss wegen ihrer erhöhten Wirtschaftlichkeit gelobt.

Positiv wirkte sich darüber hinaus eine mengenbedingte Umsatzsteigerung sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich aus. Die Auslastung der Flüge, der so genannte Sitzladefaktor, lag laut Swiss Januar bis Juni 2017 im Durchschnitt bei 80,6 Prozent. Damit waren die Flugzeuge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,1 Prozentpunkte stärker ausgelastet. Das Passagierwachstum betrug in diesem Zeitraum 4,4 Prozent, während die Anzahl Flüge um fast vier Prozent sank, wie die Airline bereits Mitte Juli bekannt gegeben hatte.

Mit dem damit einhergehenden Gewinnschub erreichte die Swiss das zweitbeste Resultat seit der Finanzkrise und sie bewegt sich fast wieder auf der Flughöhe des ersten Semesters 2015, als sie einen Betriebsgewinn von 214 Millionen Franken verbucht hatte. Allerdings ist die Swiss mit den 200 Millionen Franken noch ein gutes Stück von ihrem Spitzenergebnis aus dem ersten Halbjahr 2007 entfernt. Damals hatte die Fluggesellschaft laut Nachrichtenagentur SDA mit 311 Millionen Franken so viel verdient wie noch nie.

Trotz Unsicherheiten mit Blick auf die Entwicklung des Ölpreises rechnet die Swiss mit einem höheren Betriebsgewinn und ist damit optimistischer als noch zu Jahresbeginn. Die Entwicklung der Flotte soll auch die kommenden Monate prägen. 2018 will die Swiss zwei weitere Boeing 777-300ER inte-grieren. Bis Ende des kommenden Jahres soll auch die geplante Integration von zehn Bombardier CS100 und 20 Bombardier CS300 abgeschlossen sein. (Basler Zeitung)

Erstellt: 03.08.2017, 07:51 Uhr

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