AIG erhält 85 Milliarden Dollar

Der amerikanische Versicherungskonzern AIG hat den Notfallkredit der US-Notenbank Fed auf 85 Milliarden Dollar festgelegt.

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AIG-Chef Edward Liddy habe eine bindende Vereinbarung über das Rettungspaket unterzeichnet, teilte AIG am späten Dienstagabend mit. Das Abkommen sei im derzeitigen Marktumfeld die beste Chance für das Unternehmen, sagte Liddy, der erst seit kurzem an der Spitze von AIG steht.

Im Gegenzug für den Rettungskredit der Fed mit zweijähriger Laufzeit übernimmt die Notenbank knapp 80 Prozent an dem Versicherer. Die staatlichen Zinsen von derzeit elf Prozent für den Kredit sollen den hohe Verluste schreibenden Konzern dazu bringen, das Darlehen mit Hilfe von Geschäftsverkäufen so schnell wie möglich zurückzuzahlen.

Liddy bezeichnete die Konditionen zwar als drückend, zeigte sich aber auch erfreut, den Vertrag unter Dach und Fach gebracht zu haben. «Wir arbeiten bereits an einem Plan zum Verkauf von Geschäftsteilen und zur Rückzahlung des Kredits, um eine kleinere, aber profitable Gesellschaft zu werden.»

Kollaps verhindert

AIG und die Fed hatten sich am 16. September auf das Hilfspaket geeinigt. Mit ihrem Eingreifen wollte die Fed einen Kollaps des Konzerns mit unabsehbaren Folgen für das internationale Finanzsystem verhindern.

Inwieweit die Unterzeichnung der Vereinbarung über den Notkredit Gesprächen von AIG mit einer Investorengruppe entgegensteht, die die Verstaatlichung des Versicherers verhindern will, war zunächst nicht klar. (mbr/sda)

Erstellt: 24.09.2008, 11:46 Uhr

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