Aargauer Konzern übernimmt Teile von BASF

Das Zofinger Feinchemieunternehmen Siegfried kauft dem deutschen Chemiekonzern drei Produktionsstätten ab und übernimmt dadurch Teile seines Auftrags- und Zulieferergeschäfts.

Schliesst fünfjährige Akquisitionspolitik ab: Der Firmensitz von Siegfried. (5. März 2015)

Schliesst fünfjährige Akquisitionspolitik ab: Der Firmensitz von Siegfried. (5. März 2015) Bild: Sigi Tischler/Keystone

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Das Aargauer Pharmaunternehmen Siegfried übernimmt vom deutschen Konzern BASF Teile des Auftrags- und Zulieferergeschäfts im pharmazeutischen Bereich. Siegfried kauft die drei Produktionsstätten in der Schweiz, Deutschland und Frankreich für rund 270 Millionen Euro.

In den Fabriken in Evionnaz VS, Minden (D) und Saint-Vulbas (F) wurde 2014 mit über 800 Mitarbeitenden ein Umsatz von rund 280 Millionen Franken erwirtschaftet. Siegfried will alle drei Standorte weiterführen, wie das Unternehmen mit Sitz im aargauischen Zofingen mitteilte.

Mit der Übernahme schliesst Siegfried nach eigenen Angaben die Akquisitionspolitik der letzten fünf Jahre ab. Unter anderem kaufte das Pharmaunternehmen die kalifornische AMP. Ausserdem wurde eine Produktionsanlage in China in Betrieb genommen.

Genehmigung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus

Siegfried erwartet den Vollzug der Transaktion spätestens im Herbst 2015. Zuvor muss eine Konsultation mit den Gewerkschaften in Frankreich abgeschlossen werden und auch die Wettbewerbsbehörden müssen den Kauf noch genehmigen.

Die Finanzierung der Übernahme sei durch ein Syndikat von Schweizer Banken sichergestellt, hiess es weiter. Später will Siegfried eine Anleihe zur teilweisen Refinanzierung des Kaufes begeben.

Siegfried setzte im vergangenen Jahr mehr als 600 Millionen Franken um und erzielte einen operativen Gewinn (Ebitda) von über 100 Millionen Franken. Nach erfolgter Übernahme wird die Gruppe über 2200 Mitarbeitende an 9 Standorten beschäftigen. (pst/sda)

Erstellt: 07.05.2015, 08:12 Uhr

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