Diese Absurditäten will Trump mit Zöllen belegen

Gedärme, Knochen, Haare – die Liste mit neuen für Strafzölle vorgesehenen Produkten wirft einige Fragen auf.

Dachse: Aus ihren Haaren kann man Rasierpinsel herstellen.

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205 Seiten lang ist die Liste mit Waren, auf die die US-Regierung Strafzölle von zehn Prozent erheben will. Der Wert der Waren beträgt um die 200 Milliarden Dollar. Bei den bisherigen Strafzöllen zielten die USA in erster Linie auf Technologieprodukte, weil die Trump-Regierung den Chinesen Diebstahl geistigen Eigentums und erzwungenen Technologietransfer vorwerfen. Doch nun finden sich auf der neuen Liste einige Dinge, bei denen man sich fragt: Wie kam die Regierung überhaupt darauf?

Durchkämmt man die Liste, kann man zum Schluss kommen, dass durch die neue Runde nicht nur die Industrie betroffen sein wird – immerhin sind etwa sogenannte seltene Erden darunter, die wichtig für die Produktion von Elektroautos sind. Auch Foodies und Hipster könnten in Zukunft mehr für einige ihrer Lieblingsprodukte zahlen.

Schweinsborsten und Antiquitäten

Auf der Liste finden sich zahlreiche Kuriositäten wie Ziegelsteine, Staubsauger, Katzenfutter, Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind, und Asbest. Zusätzlich sind aber auch viele Delikatessen und Tierprodukte dabei. Kaviar und Kaviarersatz werden etwa in Zukunft mit Strafzöllen belegt. Auch Liebhaber von Froschschenkeln aus China werden in den USA in Zukunft mehr zahlen müssen, ebenso die von «Blasen, Gedärmen und Mägen von Tieren (ausser Fisch)». Der auf der Liste ebenfalls enthaltene Rindersamen dürfte allerdings wohl eher für Züchter gedacht sein.

Hipster, die Wert auf eine stilvolle Rasur legen, werden in Zukunft wohl Rasierpinsel ohne Dachshaar aus China kaufen müssen – auch darauf will die Regierung Strafzölle erheben. Unter den anderen Haarprodukten auf der Liste befinden sich Menschenhaar, Schweineborsten, Federn und – ein bisschen unheimlich – Knochen.

(laf)

Erstellt: 11.07.2018, 13:03 Uhr

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