Erfolgreiche Basler Zeitung

Die Basler Zeitung kann als einer der wenigen Titel unter den bezahlten Tageszeitungen einen Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2017-1 ausweisen.

Zuwachs: 150'000 Leserinnen und Leser nutzen täglich die <i>Basler Zeitung</i> auf Papier und/oder online.

Zuwachs: 150'000 Leserinnen und Leser nutzen täglich die Basler Zeitung auf Papier und/oder online. Bild: Florian Bärtschiger

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Die Basler Zeitung wird gemäss den neuen Studienergebnissen aus MACH Basic (Print) und NET Metrix (Online) pro Tag gesamthaft von 150'000 Lesern genutzt und kann damit als einer der wenigen bezahlten Tageszeitungstitel einen Zuwachs (plus 1,4%) gegenüber der Vergleichsperiode 2017-1 ausweisen. Beim digitalen Inhalt erfolgt der Zugriff inzwischen zum grössten Teil mobil über die BaZ-News-App oder den Browser und entwickelt sich ausgesprochen positiv.

Die Wemf befragt für diese Studien bewusst keine Leser, welche ausserhalb der Schweiz wohnen, da diese für die Schweizer Werbeauftraggeber nicht interessant sind. In der digitalen Nutzerschafts-Studie NET Metrix werden die Zahlen für das Ausland zwar erhoben, sie werden jedoch nicht in der Gesamtstudie «Total Audience» verwendet. Für die Basler Zeitung in der grenznahen Region im Dreiländereck CH/D/F, fallen damit z.B. im Jahr 2017 allein rund 13,5% der digitalen Visits aus Deutschland und Frankreich aus der Studie heraus.

Aktuelle Printleserschaft

Beim direkten Vergleich zur Vorjahresperiode fällt auf, dass die Sonntagspresse sowie die grossen bezahlten Tageszeitungen mit überregionaler Ausstrahlung stark unter Druck sind. So hat der Tages-Anzeiger bereits in zweiter Erhebungsperiode in Folge signifikant, das heisst über den Vertrauensbereich hinaus, Leser verloren. Für die Basler Zeitung als Printausgabe und digitale Replika in der BaZ-E-Paper-App werden aktuell 99'000 Leser ausgewiesen.

Vergleich Tages-/Sonntagspresse ab 2013

Bei den Print-Leserzahlen sind die Folgen des veränderten Nutzerverhaltens in Richtung anderer, vorwiegend digitaler Kanäle deutlich sichtbar. Diejenigen Titel, die hinzugewonnen haben, wie das St. Galler Tagblatt und die Luzerner Zeitung, konnten dies allein durch Zukäufe kleinerer Zeitungen in ihrem publizistischen Kerngebiet erreichen.

Im Langzeitvergleich fällt auf, dass die grösseren Titel deutlicher verlieren. Dies lässt sich auch im deutschsprachigen Ausland feststellen. So hat zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Vergleichszeitraum 25,9 Prozent ihrer Print-Leser verloren (Angaben: IVW Verbreitungsanalyse Tageszeitungen (D), 2013-4 bis 2017-4)

Langzeitvergleich Basler Zeitung ab 2003

Die Wemf erhebt seit 2006 die Leserzahlen halbjährlich. Nach dem Besitzerwechsel bei der Basler Zeitung im Jahr 2010 bis zur Erhebung 2013-1 blieb die Leserzahl relativ stabil. Im Zeitraum ab 2013-2, nachdem die Wemf die Methodik verändert hatte, zeigten sich Effekte unter anderem durch die Einstellung der Sonntagsausgabe der Basler Zeitung im Februar 2013 sowie die Einstellung der BaZ-Grossauflage im Januar 2014, was sich entsprechend verzögert in den Leserzahlen niederschlug. Seit September 2014 gibt die Basler Zeitung zudem wöchentlich die Tabloid-Ausgabe BaZ Kompakt mit gut 97'000 Exemplaren heraus. Sie wird in dieser Studie nicht berücksichtigt.

MACH Basic – methodischer Steckbrief

Seit dem Jahr 2013 wird für diese Leserschaftsstudien eine gänzlich neue Methodik angewendet, daher sind gemäss Wemf-Reglement die Werte nur ab der Erhebung 2013-2 mit den Folgejahren vergleichbar. Die Basis der MACH-Basic-Studie ist die Grundgesamtheit von Männern und Frauen in der Schweiz ab 14 Jahren, aktuell sind es 6,713 Millionen, davon in der Deutschschweiz 4,805 Millionen Die Analyse der Printmediennutzung wird durch die Wemf mittels Interviews erhoben, rund 45 % davon in digitaler Form nach einem vorherigen telefonischen Rekrutierungsinterview.

In der Deutschschweiz wurden für alle in der Studie erhobenen Titel zusammen 13 919 Interviews geführt, das heisst, jeder 345. Einwohner der D-CH ab 14 Jahren wurde zu seiner Mediennutzung befragt. Die Teilnahme an der Studie ist für die Zeitungsverlage freiwillig, dabei jedoch kostenpflichtig. (BaZ)

Erstellt: 10.04.2018, 09:38 Uhr

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