FBI ermittelt gegen Lehman und Co.

Die amerikanische Bundespolizei hat im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise Ermittlungen gegen 26 Finanzinstitutionen aufgenommen. Es geht um Betrug.

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Gegen die Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac, die Investmentbank Lehman Brothers sowie die Versicherungsgruppe AIG seien Ermittlungen wegen Betrugsverdachts eingeleitet worden, erklärten zwei ranghohe Beamte am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.

Die Schieflage der vier Finanzgiganten war mit Auslöser für das von der Regierung vorgeschlagene Rettungspaket für die Finanzmärkte, das US-Steuerzahler bis zu 700 Milliarden Dollar kosten könnte. Die Beamten, die nicht namentlich genannt werden wollten, erklärten, die Ermittlungen befänden sich im Anfangsstadium und würden sich auf die Unternehmen und deren Führungsebene beziehen.

FBI ermittelt gegen 26 US-Finanzunternehmen

FBI-Direktor Robert Mueller hat zuvor erklärt, die Ermittlungen sollten ergeben, ob sich einzelne Finanzinstitute Bilanzbetrug, falsche Wertangaben oder Insiderhandel zuschulden kommen liessen.

Die US-Regierung hat die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die etwa die Hälfte aller US-Hypotheken direkt oder indirekt garantieren, unlängst übernommen. Die Finanzhilfe für die zeitweise verstaatlichten Institute könnten die Steuerzahler mit 100 Milliarden Dollar belasten. Lehman Brothers musste in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden. Die Pleite des Versicherers American International Group (AIG) konnte vergangene Woche nur mit einem Notkredit der Zentralbank in Höhe von 85 Milliarden Dollar verhindert werden. (mbr/ap)

Erstellt: 24.09.2008, 10:08 Uhr

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