Hotelplan verkauft keine Germania-Tickets mehr

Der Reiseveranstalter lässt Germania fallen: Aus Angst vor der Pleite verkauft Hotelplan ab sofort keine Tickets vom Schweizer Ferienflieger mehr.

Hotelplan hat den Verkauf von Flugtickets der Schweizer Germania Flug AG per sofort gestoppt.

Hotelplan hat den Verkauf von Flugtickets der Schweizer Germania Flug AG per sofort gestoppt.

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Der grösste Schweizer Reiseveranstalter lässt Germania fallen. «Augrund der aktuellen Situation haben wir online und auf sämtlichen Buchungssystemen alle Verkäufe von Germania Flug AG-Tickets als Vorsichtsmassnahme bis auf weiteres gestoppt», sagt Hotelplan-Sprecherin Priska Huguenin-dit-Lenoir am Mittwoch zu 20 Minuten. Auch in den Filialen würden keine Germania Flug AG-Flüge mehr verkauft.

«Falls Kunden dennoch mit der Airline fliegen möchten, müssen sie eine Einverständniserklärung abgeben, dass wir als Veranstalter nicht haften», so Huguenin-dit-Lenoir weiter.

Der Airline Germania fehlt das Geld. Am Dienstagabend teilte die Fluggesellschaft mit, sie prüfe mehrere Optionen, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. «Es geht dabei um die zentrale Frage, wie wir als mittelständisches Unternehmen auch weiterhin in einem Marktumfeld schlagkräftig bleiben, das von Fluggesellschaften mit konzernähnlichen Strukturen geprägt ist», schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung.

Schon länger finanzielle Probleme

Ab Zürich bedient Germania laut Travelnews im Winterflugplan Ferienziele wie etwas Palma, Teneriffa, Sharm-el Sheikh, Hurghada und Beirut. Die Flüge gibts ab 99 Franken pro Weg. Nach Mallorca geht es sogar ab 49 Franken. Das verdeutlicht laut Travelnews, dass wenig Cash in die Kasse fliesst, um den teurer gewordenen Flugbetrieb kostendeckend aufrechtzuerhalten.

Germania hat schon länger finanzielle Probleme. Wie Aerotelegraph schreibt, resultierte zwischen 2012 und 2016 nur einmal ein Gewinn. Die Verluste sollen sich in dieser Zeit auf über 51 Millionen Dollar belaufen.

Übernommen von 20min.ch, bearbeitet von baz.ch/Newsnet ()

Erstellt: 09.01.2019, 14:24 Uhr

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