Schweizer Solarkraftwerk mit einer Fläche von 50 Fussballfeldern

In Spanien ist ein von Schweizer Energiekonzernen erbautes Solarkraftwerk in Betrieb gegangen. Tausende von Solarspiegeln werden benützt, um Wasser zu erhitzen und damit eine Dampfturbine anzutreiben.

Umfasst 376'000 Solarspiegel: Das Kraftwerk Puerto Errado 2.

Umfasst 376'000 Solarspiegel: Das Kraftwerk Puerto Errado 2.

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Das von Schweizer Energieversorgern erbaute Solarkraftwerk Puerto Errado 2 im Südosten Spaniens ist gestern in Betrieb gegangen. Die Solarspiegel haben die Grösse von 50 Fussballfeldern und leisten rund 30 Megawatt.

Insgesamt 376'000 Solarspiegel wurden für das neue Kraftwerk in der Region Murcia installiert, wie die Industriellen Werke Basel (IWB) heute mitteilten. Bei der Inbetriebnahme zugegen gewesen sei auch der Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), Walter Steinmann.

Liefern soll das neue Kraftwerk künftig rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspreche dem Verbrauch von 12'000 Haushalten. Derzeit wird der Strom in das spanische Stromnetz eingespiesen. Zu Baubeginn 2009 waren die Kosten für das Kraftwerk auf rund 230 Millionen geschätzt worden.

Test für Linear-Fresnel-Technologie

Am Kraftwerk beteiligt sind gemäss dessen Webseite die Elektra Baselland (EBL) mit einem Anteil von 51 Prozent, die IWB mit 12 und das Ingenieurunternehmen Novatec Solar mit 15 Prozent. Weiter halten das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) 10 sowie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und Energie Wasser Bern (ewb) je 6 Prozent.

Die Firma Novatec Solar aus Karlsruhe hat die Linear-Fresnel-Technologie entwickelt, die im Kraftwerk eingesetzt wird, und betreibt am Standort schon seit 2009 eine Testanlage. Die Technologie nutzt lange schmale Spiegelstreifen, welche im Verlaufe des Tages dem Sonnenstand folgen und das Sonnenlicht umleiten, um Wasser zu erhitzen, welches wiederum eine Dampfturbine antreibt, die schliesslich den Strom produziert. Puerto Errado 2 sei das weltweit grösste und erste kommerzielle Solarkraftwerk, das diese Technologie nutze; ein grosser Vorteil in der trockenen Region sei der geringe Wasserverbrauch. (wid/mw/sda)

Erstellt: 06.10.2012, 18:30 Uhr

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