UBS erwartet Klage durch US-Justiz

Wegen angeblich fauler Hypothekengeschäfte werde das US-Justizministerium Klage gegen die Schweizer Grossbank einreichen. Die UBS will die Beschwerde anfechten.

Vorwürfe seien nicht durch Fakten gestützt: UBS in New York. (Archivbild)

Vorwürfe seien nicht durch Fakten gestützt: UBS in New York. (Archivbild) Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Die Schweizer Grossbank UBS rechnet mit einer Klage durch das US-Justizministerium wegen angeblich fauler Hypothekengeschäfte vor der US-Immobilienkrise vor einem Jahrzehnt. Die CS hatte für die Beilegung des Streits über fünf Milliarden Dollar gezahlt.

Die UBS teilte am Mittwoch mit, sie sei über die geplante Zivilklage informiert worden und erwarte deren Einreichung frühestens am Donnerstag. Diese soll sich auf den Verkauf hypothekenbesicherter Wertpapiere im Vorfeld der Finanzkrise 2008-09 beziehen.

Die Bank erklärte, dass die Vorwürfe nicht durch Fakten oder das Gesetz gestützt würden. Sie werde eine solche Beschwerde «energisch» anfechten, heisst es in der Mitteilung weiter. Das US-Justizministerium gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Die UBS geht davon aus, dass das Justizministerium nicht näher bezifferte finanzielle Strafen in Bezug auf Transaktionen mit Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) aus den Jahren 2006 und 2007 anstrebt.

Vergleiche mit einer Reihe von Banken

Im Hypothekenstreit hatte die Credit Suisse für die Beilegung des Falls Ende 2016 tief in die Tasche greifen müssen: Sie musste eine Busse von 2,48 Milliarden Dollar zahlen und 2,8 Milliarden Dollar Entschädigung an die Hypothekarkunden in Form von Schuldenerlassen und Finanzierung von erschwinglichem Wohnraum.

Die Klage gegen die UBS wäre die jüngste Massnahmen wegen mutmasslichen Fehlverhaltens rund um Hypothekenpapiere, die dazu beigetragen haben, die letzte grosse Finanzkrise zu verursachen.

Neben der Credit Suisse einigte sich das US-Justizministerium in ähnlichen Fällen auch mit einer Reihe von anderen Banken auf Vergleiche. Die Royal Bank of Scotland (RBS) etwa zahlt mit 4,9 Milliarden Dollar die höchste Strafe, die je ein Geldhaus für Fehlverhalten während der jüngsten Finanzkrise leisten musste.

UBS mit Milliarden-Rückstellungen

Die US-Regierung hatte dem britischen Geldhaus vorgeworfen, Kunden in die Irre geführt zu haben. Die RBS verkaufte wie viele Konkurrenten damals auch toxische Wertpapiere, die bei Investoren zu hohen Verlusten führten und mit die jüngste Finanzkrise auslösten. Die UBS hat immer noch milliardenhohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in ihren Büchern. Die Rückstellungen «für Rechtsfälle sowie regulatorische und ähnliche Angelegenheiten» lagen Ende September bei 2,31 Milliarden Franken, wie aus dem Geschäftsbericht zum dritten Quartal hervorgeht. (chk/sda)

Erstellt: 08.11.2018, 05:09 Uhr

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