Nutella bekommt Konkurrenz von Lindt

Bisher ein Geheimtipp, will Lindt seinen Premium-Brotaufstrich in die Läden bringen. Er ist teurer – und kommt ohne Palmöl aus.


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Der Schokoladenkonzern Lindt geht mit seiner «Haselnusscreme» in den direkten Konkurrenzkampf mit Marktführer Nutella von Ferrero. Wie Lindt-Sprecher Aron Schneider auf Anfrage der «Schweiz am Wochenende» bestätigt, wird der Aufstrich zurzeit «bei wenigen ausgewählten Handelspartnern» in der Schweiz getestet. Im Erfolgsfall dürfte die breite Lancierung nur eine Frage der Zeit sein.

Die «Haselnusscreme» ist nicht ganz neu – bereits seit 2014 ist Lindt im Segment der Brotaufstriche präsent. Die Creme mit goldfarbener Verpackung ist im Lindt-Onlineshop und in eigenen Filialen erhältlich. Auch in Ländern wie Deutschland, Italien, Brasilien, Australien oder Japan sei das Produkt beliebt, sagt Schneider.

Rezeptur ohne Palmöl

In England sorgte die «Hazelnut Cream» in den vergangenen Tagen in Online-Medien und auf Social Media gar für einen regelrechten Hype und ausverkaufte Regale. Bis vor kurzem sei die Creme tatsächlich ein Geheimtipp gewesen.

Keine Freude an der neuen Konkurrenz dürfte man am Ferrero-Hauptsitz in Alba nahe Turin haben. Allerdings setzt Lindt im Gegensatz zu Nutella mehr auf die Premium-Karte. Der Verkaufspreis mit knapp 8 Franken für 210 Gramm ist laut dem Branchenportal Confectionerynews.com deutlich höher, genauso wie der Haselnussanteil von 40 Prozent gegenüber 13 Prozent bei Nutella.

Und: Die Lindt-Creme kommt ohne Palmöl aus. Nutella geriet zuletzt in die Kritik, da die Italiener den umstrittenen Zusatzstoff für ihre Rezeptur verwenden. (scl)

Erstellt: 07.07.2018, 10:54 Uhr

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