Swiss verzeichnet Rekord bei den Fluggästen

16,5 Millionen Passagiere flogen 2016 mit der Swiss. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gebenüber 2015 stieg die Anzahl Flüge im Jahr 2016 um 0,5 Prozent.

Gebenüber 2015 stieg die Anzahl Flüge im Jahr 2016 um 0,5 Prozent. Bild: Christian Beutler/Keystone

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Der Höhenflug der Swiss geht weiter. Im vergangenen Jahr hat die Schweizer Fluggesellschaft 16,5 Millionen Passagiere befördert. Damit übertraf sie den Rekord von 2015 um 1,3 Prozent.

Besonders im Schlussmonat legte die Swiss zu. Im Dezember stiegen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent, wie die Lufthansa-Tochter am Dienstag in einem Communiqué mitteilte.

Dennoch ging die Auslastung der Flugzeuge zurück. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 81,3 Prozent aller Sitze belegt. 2015 waren es noch 83,4 Prozent gewesen. Im Europa-Geschäft und auf den Interkontinentalstrecken nahm die Auslastung etwa im gleichen Ausmass ab.

Grössere Flugzeuge

Der Grund ist die Expansion der Swiss, die ihre Flotte mit neuen Flugzeugen ausrüstet, die grösser sind als die alten. So kann der Langstreckenjet Boeing 777 beispielsweise über 100 Passagiere mehr transportieren als der Airbus A340. Auch der neue Mittelstreckenflieger Bombardier C-Series hat deutlich mehr Platz als der veraltete Jumbolino.

«Einerseits konnten wir durch den Kapazitätsausbau bereits bestehende Nachfrage bedienen», sagte Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Zusätzlich gelte es aber auch, neue Nachfrage zu stimulieren.

Damit lasse sich die gesunkene Auslastung der Maschinen erklären. «Dieser Effekt war im Jahr des Kapazitätsausbaus beziehungsweise der Einflottung der grösseren Flugzeuge allerdings eingeplant», sagte Fuhlrott.

Im Frachtgeschäft fiel die Auslastung geringer aus. Der volumenmässige Frachtladefaktor sank um 0,7 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent.

Die Zahl der Flüge wuchs derweil leicht um ein halbes Prozent auf 145'868. Insbesondere Interkontinentaldestinationen steuerte die Swiss häufiger an. In den Zahlen ist die Swiss-Tochter Edelweiss nicht enthalten.

Swiss fliegt vorne weg

Trotz des Rückgangs ist die Swiss immer noch die am besten ausgelastete Airline im Lufthansa-Konzern. Weder der Billigflieger Eurowings, noch die deutsche Lufthansa selber oder die österreichische Austrian Airlines (AUA) konnten die Marke von 80 Prozent erreichen. Im Gesamtkonzern sank die Auslastung um 1,4 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent.

Und dies, obwohl die Zahl der Passagiere aller Fluggesellschaften der Gruppe um 1,8 Prozent auf 109,7 Millionen stieg. Damit verlor die Lufthansa-Gruppe ihre Vormachtsstellung am europäischen Himmel an Ryanair. Mit der irischen Billiggesellschaft flogen im gleichen Zeitraum 117 Millionen Passagiere. Das waren 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Das Wachstumstempo ist bei Ryanair also deutlich schneller als bei der Lufthansa. Möglich machen das niedrige Kosten, eine einheitliche Boeing-Flotte und die neue Strategie, vermehrt auch grosse Flughäfen anzufliegen.

Auf dem dritten Platz der europäischen Rangliste befindet sich die Luftfahrtholding International Airlines Group mit British Airways und Iberia. Sie steigerte die Zahl der Passagiere 2016 um 14 Prozent auf knapp 101 Millionen. Auf dem vierten Platz folgt Air France-KLM mit gut 93 Millionen Gästen. Einen Titel hat die Lufthansa jedoch verteidigt: Nach Umsatz ist sie weiterhin die Grösste in Europa.

Streiks schlagen zu Buche

Zu schaffen machten der Lufthansa neben weiter gesunkenen Ticketpreisen auch der Pilotenstreik im November. Dieser fügte dem Konzern einen Schaden von rund 100 Millionen Euro zu.

Im neuen Jahr will Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr das Flugangebot um drei Prozent ausbauen. Dazu soll ein Deal mit der vor der Zerschlagung stehenden zweitgrössten deutschen Fluglinie Air Berlin beitragen, die seit Jahren Verluste einfliegt.

Air Berlin will 38 Jets samt Piloten und Flugbegleitern an den Lufthansa-Konzern vermieten, die meisten davon an Eurowings. Weiteres Wachstum kommt mit der jüngst besiegelten Übernahme der belgischen Brussels Airlines, die auch bei Eurowings angedockt wird und bis 2018 integriert werden soll.

Eine mögliche Übernahme von Air Berlin sieht Spohr aber skeptisch. Er verwies vor allem auf die hohen Betriebskosten des Konkurrenten, der teure Piloten hat. Hinzu kommen ein Schuldenberg von Air Berlin von einer Milliarde Euro und die wahrscheinlichen Einwände der Kartellbehörden,

Die Swiss will ihre Finanzzahlen am 16. März bekannt geben. (ij/sda)

Erstellt: 10.01.2017, 13:15 Uhr

Update folgt...

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