Trumps Vermögen schrumpfte um eine Milliarde, seit er im Amt ist

Verluste in den Golfclubs, kaum Verkäufe von Fanartikeln: Das Geschäft des US-Präsidenten leidet.

Mit der Ernennung von Brett Kavanaugh zum Richer am Supreme Court gelang dem US-Präsidenten ein grosser Sieg. Privat muss Trump aber finanzielle Verluste einstecken. (Video: Tamedia/AP)

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Die Präsidentschaft tut Donald Trump nicht gut – finanziell gesehen zumindest. In den letzten zwei Jahren ist sein Vermögen um gut eine Milliarde Dollar geschrumpft. Dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» zufolge liegt es neu bei rund 3,1 Milliarden Dollar, während es vor zwei Jahren noch 4,5 Milliarden Dollar waren.

Damit ist Trump auf der «Forbes»-Liste der reichsten Menschen in den USA von Platz 138 auf Platz 259 gerutscht. «Sosehr er es auch versucht – und er versucht es definitiv –, Donald Trump wird durch seine Präsidentschaft nicht reicher», schreibt «Forbes». Trump selbst hatte im Jahr 2000 gegenüber dem Magazin prognostiziert: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich der erste Präsidentschaftskandidat sein könnte, der aus seiner Kandidatur Geld macht.»

Trump übertrieb bei Penthouse-Grösse

Besonders schlägt sich sein kränkelndes Immobiliengeschäft auf Trumps Vermögen nieder. Händler ziehen sich aus seinen Geschäftsflächen zurück. Zum einen wegen der allgemeinen Verschiebung des Handels ins Internet, zum anderen wegen des Rufs des Präsidenten. Zuletzt hatte Nike seinen Flagship-Store im New Yorker Trump Tower aufgegeben.

«Forbes» zufolge ist der Wert von Trumps Immobilien deutlich gesunken – bei den Wohnungen im Trump Tower um 33 Prozent. Hinzu kommt, dass Trump vor seiner Präsidentschaft offenbar stets übertrieben hatte, was etwa die Grösse seines eigenen Penthouse in New York anging. Seit er Präsident ist, wurde dies genauer überprüft – und der Wert der Luxuswohnung nach unten korrigiert.

Weniger Gäste in Trump-Hotels

Weiter brechen die Einnahmen aus der Hotellerie zusammen – 30 Millionen Dollar sind dem Präsidenten flöten gegangen, seit er seine Kandidatur bekannt gab, so «Forbes». Drei grosse Hotels haben mittlerweile das Wort Trump aus ihrem Namen gestrichen – zu negativ waren die Reaktionen. Gäste bleiben den Hotelanlagen unter anderem wegen erhöhter Sicherheitsmassnahmen fern. Bei den Golfclubs des Präsidenten werden Gäste am Eingang mit Metalldetektoren und Bombenspürhunden durchleuchtet. «Es ist keine Country-Club-Erfahrung mehr», sagt eine Person, die Trumps Golfgeschäft nahesteht.

Bei den Golfhotels fielen die Einkünfte im letzten Jahr um rund 9 Prozent. Bei Trumps zwei Anlagen in Schottland kam insgesamt ein Verlust von 4,6 Millionen Pfund zusammen, wie Bloomberg berichtet. Das Vorzeigeprojekt Turnberry an der schottischen Westküste verzeichnet bereits den vierten Verlust in Folge. Trumps Sohn Eric nannte das Golfgeschäft bei einem Besuch in Turnberry «umkämpft und schwierig». Dies würde durch die ungünstigen Wetterbedingungen in Schottland noch verstärkt.

Einbruch bei Fanartikeln

Auch mit Fanartikeln, die im Wahlkampf noch Anklang fanden, lässt sich nicht mehr wirklich viel Geld machen. Einnahmen aus dem Verkauf von Trump-Krawatten, «Make America Great Again»-Hüten und Trump-Shirts sind eingebrochen. Machte der heutige Präsident mit diesen Artikeln im Jahr 2015 noch 23 Millionen Dollar, waren es im letzten Jahr nur noch 3 Millionen Dollar.

«Trump ist so polarisierend, dass Leute Angst haben, mit ihm Geschäfte zu machen», sagte Jeff Lotman vom Lizenzunternehmen Global Icons zu «Forbes». «Er hat der Marke klar geschadet.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.10.2018, 13:08 Uhr

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