Eschen-Pilzbefall breitet sich weiter aus

Der Verband der Waldeigentümer beider Basel befürchtet wegen eines Pilzbefalls bei Eschen Kosten von mehreren Millionen Franken. Um die Sicherheit entlang der Waldstrassen zu gewährleisten, sind Massnahmen nötig.

Fatal: Der in die Schweiz eingeschleppte Pilz befällt die Blätter der Eschen und bewirkt ein Absterben der Zweige.

Fatal: Der in die Schweiz eingeschleppte Pilz befällt die Blätter der Eschen und bewirkt ein Absterben der Zweige.

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Die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen belaufen sich gemäss ersten Schätzungen auf rund 7 Millionen Franken, schreibt der Verband Wald beider Basel in einer Mitteilung vom Donnerstag. Noch unklar sei, wer diese Kosten zu tragen habe.

Der Waldeigentümerverband setzt angesichts dieser Dimension die Öffentlichkeit unter Druck: Vor dem Griff zur Säge sei zu klären, wer diese Arbeiten bezahlt, den seien sie einmal erledigt und das erste Sicherheitsrisiko behoben, «wird es ungemein schwieriger, einen Kostenträger zu finden».

Dritthäufigste Laubbaumart

Der vermutlich aus Ostasien in die Schweiz eingeschleppte Pilz befällt die Blätter der Eschen und bewirkt ein Absterben der Zweige. 2008 trat die Krankheit erstmals in der Schweiz auf.

In den Wälder der beiden Basel stehen schätzungsweise 570'000 Eschen. Sie ist nach der Buche und dem Ahorn die dritthäufigste Laubbaumart in den Baselbieter Wäldern, wie es weiter heisst.

Kanton plant Massnahmen

Über kurz oder lang ist mit einem Befall von 90 Prozent der Eschen in den Baselbieter Wäldern durch diesen Pilz zu rechnen, wie Kantonsförster Ueli Meier auf Anfrage sagte. Weshalb einzelne Bäume resistent gegen den Pilz sind, sei bislang nicht geklärt.

Derzeit prüfe der Kanton Massnahmen, um Waldbesitzer bei der Wiederherstellung von Waldgebieten finanziell zu unterstützen. Diese sollen ab der Forstsaison 2018 umgesetzt werden können. Dazu besteht gemäss Meier bereits eine Vereinbarung mit dem Bund. Der Bund hat zudem zusammen mit der Konferenz der Kantonsförster eine Strategie zum Eschentriebsterben ausgearbeitet. Der im Mai erschienen Bericht dazu schlägt unter anderem Massnahmen zur Verhinderung neuer Einschleppungen, die Förderung toleranter Eschen in der Natur und die Prüfung von Ersatzbaumarten sowie ein Monitoring vor. (sda)

Erstellt: 10.08.2017, 16:59 Uhr

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