Basler Forscher können Knorpel züchten

Aus Knochenmark-Stammzellen kann man stabile Gelenkknorpel herstellen: Dies haben Forschende der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel herausgefunden.

Entwicklung von Knorpelgewebe aus Stammzellen nach acht Wochen im Tierversuch: Die Hemmung des Signalwegs des Proteins BMP führt zum Erhalt eines stabilen Knorpelgewebes, durch rote Färbung kenntlich gemacht (links). Dagegen zeigt sich bei der Kontrollgruppe eine Entwicklung in Richtung Knochengewebe (rechts).

Entwicklung von Knorpelgewebe aus Stammzellen nach acht Wochen im Tierversuch: Die Hemmung des Signalwegs des Proteins BMP führt zum Erhalt eines stabilen Knorpelgewebes, durch rote Färbung kenntlich gemacht (links). Dagegen zeigt sich bei der Kontrollgruppe eine Entwicklung in Richtung Knochengewebe (rechts). Bild: Universität Basel, Departement Biomedizin

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Bestimmte Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen entwickeln sich normalerweise erst zu Knorpel- und später zu Knochengewebe. Wenn man jedoch den Signalweg eines bestimmten Eiweisses (BMP) ausbremst, können stattdessen stabile Knorpel wachsen, wie die Universität Basel am Dienstag mitteilte. Die Forscher beeinflussten dazu die Entwicklung der Stammzellen zu Knochen mit einem bestimmten Hemmstoff.

Die Erkenntnisse kamen dank einer Kooperation der Uni-Forschenden aus Basel mit Novartis zustande - man habe quasi die Knorpelbildung bei Embryos simuliert. Eingesetzt wurde zudem ein Gerät, dass die Basler zusammen mit dem Politecnico di Milano entwickelt haben. Der Erfolgsnachweis sei im Labor und im Tierversuch mit Mäusen gelungen. (amu/sda)

Erstellt: 17.04.2018, 14:26 Uhr

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