Das Erdbebenrisiko im Himalaja ist hoch

Das Extrem-Erdbeben von 1932 hat in der Himalaja-Region eine Bruchstelle hinterlassen, die im Untergrund unter starker Spannung steht.

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Das Erdbeben in Nepal der Stärke 7,6 gehört laut Schweizerischem Erdbebendienst zu den zehn stärksten Beben im Himalaja, seit das Gebiet instrumentell seismisch beobachtet wird. Das letzte Extremereignis 1934 wies eine Magnitude von 8,2 auf.

Erdbebenforscher gehen davon aus, dass dieses Megaereignis in der Himalaja-Region von Indien und Nepal in der Erdkruste eine Bruchstelle hinterlassen hat, die im Untergrund nun unter Spannung ist. Dadurch hat sich das Risiko für grössere Erdbeben in dieser Region erhöht. Das zeigen Untersuchungen von Sedimenten in Flussläufen Nanyang Technical University in Singapur.

Bis zu 8 Millimeter Hebung

Der Druck in der Erdkruste entsteht durch die Tektonik: Die indische Platte bewegt sich heute noch konstant unter die asiatische. Der Himalaja ist wie die Alpen ein Faltengebirge. Die Hebungsrate beträgt etwa 5 bis 8 Millimeter pro Jahr. Das ist etwa fünfmal höher als jene der Alpen. Das Himalajagebirge umfasst zusammen mit dem Hochland von Tibet die grösste Bergfläche der Erde mit einer Ausdehnung von über einer Million Quadratkilometern.

An der Nahtstelle der beiden Platten ist die Hauptverwerfung. Entlädt sich die Spannung dort, so entstehen massive Erdbeben, wie das 1857, 1905, 1934 mit Magnituden zwischen 7,8 und 8,9 der Fall war. Die Studie der Nanyang Technical University zeigt auch, dass der Bruch, der durch die Erschütterung 1934 verursacht wurde, etwa 150 Kilometer entlang der Hauptverwerfung verläuft.

Das aktuelle Beben in Nepal ereignete sich laut Schweizer Erdbebendienst etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu in einer Tiefe von 15 Kilometern. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.04.2015, 20:27 Uhr

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