Dem höchsten Tessiner Berg schmelzen die Gletscher weg

Laut Tessiner Forschern könnte es bis 2050 auf dem Rheinwaldhorn nur noch Gletscherreste geben. 1850 waren es noch 21 Gletscher.

Panorama vom Chilchalphorn auf das Rheinquellhorn , Rheinwaldhorn (3402 m ü. M.) und Gueferhorn.

Panorama vom Chilchalphorn auf das Rheinquellhorn , Rheinwaldhorn (3402 m ü. M.) und Gueferhorn. Bild: Arno Balzarini/Keystone

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Forscher der Tessiner Fachhochschule SUPSI haben herausgefunden, dass die Erderwärmung den Gletschern auf dem höchsten Gipfel des Kantons arg zusetzen könnte.

Die Forscher um Cristian Scapozza analysierten im weiteren Gebiet des Rheinwaldhorns insgesamt 53 Gletscher. Dies geschah für den Zeitraum von 1850, dem Ende der sogenannten «Kleinen Eiszeit», bis zum Jahr 2000.

Auf Grundlage dieser Messwerte fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die kumulierte Fläche der Gletscher am Rheinwaldhorn (italienisch «Adula») bis 2050 um 93,5 Prozent verringern wird - immer im Verhältnis zur Ausdehnung von 1850.

Im Gebiet um das Rheinwaldhorn (3400 Meter über dem Meeresspiegel) gab es laut dem Forschungsbericht im Jahr 1850 noch 21 Gletscher - einige von ihnen erreichten eine Ausdehnung von zwei Quadratkilometern. Das entspricht ungefähr der Fläche von 280 Fussballfeldern.

Für die Berechnung der Gletscherausdehnung in der Mitte dieses Jahrhunderts sind die Forscher von einer durchschnittlichen Erwärmung der südlichen Schweizer Alpen um anderthalb Grad ausgegangen. Der gewählte Betrachtungszeitraum lag hierfür zwischen 1990 und 2050. (sec/sda)

Erstellt: 27.07.2015, 14:15 Uhr

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