Generation Plankton

Was wir vom faulsten Organismus im Meer lernen können.

Unter dem Mikroskop kann Plankton richtig unheimlich aussehen.

Unter dem Mikroskop kann Plankton richtig unheimlich aussehen. Bild: Zoo Basel

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«Wenn du ein Tier wärst - welches wärst du dann?» Eine Frage, die einem wohl bis ins hohe Alter gestellt wird. Erst im Kindergarten und dann später von den Enkeln. Wenn es ganz schlimm kommt, wird sie einem sogar in einer Bar gestellt. Da werden die Antworten dann etwas anders bewertet. Ist «Tiger» im Kindergarten eine völlig legitime Antwort, zeigt die gleiche Antwort in einer Bar, dass man sich am Besten schnellstens von seinem Gesprächspartner entfernen sollte.

Wäre man ehrlich, müssten viele der Menschen in ihren 20ern die Frage wohl mit einem klaren «Plankton» beantworten. Plankton sind alle pflanzlichen und tierischen Wasserlebewesen, die sich von Strömungen treiben lassen. Die Definition gilt unabhängig von Grösse und macht damit das Identifizieren mit dem Lebewesen schon mal leichter. Nicht viele Lebewesen drücken das Gefühl in den 20ern wohl besser aus.

Von Strömungen geleitet studiert man mal Biologie und erklärt plötzlich Rentnern im Basler Zolli warum Kängurus zwei Geburten haben (eine als Gummibärchen und später eine als Joey). Oder man studiert Architektur und baut ein gigantisches Aquarium mitten in Basel. Denn die Stadt hat ja eine ganz enge Verbindung zum Meer. Naja, also richtig eng ist die Verbindung nicht aber der Rhein mündet ins Meer. Darum - Bauen!

Gefährliches Treibenlassen

Plankton in Form von Larven wird direkt zu hunderten produziert, denn das ziellose Treiben ist ziemlich gefährlich. Nicht selten landet Plankton an einem Ort, der keine geeignete Lebensgrundlage bietet oder wird nach langem Treiben schliesslich doch nur zu einem Mittagssnack für einen grösseren Fisch. Auch wenn die Gefahr gering ist, dass der Chef seine Untergebenen auffrisst, führt das ziellose schweben für viele junge Menschen dazu, dass sie sich scheinbar unabsichtlich in beliebigen Situationen wiederfinden.

Die Überlebenschancen eines einzelnen Plankton ist gering und völlig zufällig. Hätte Plankton Muskeln so wie Menschen bräuchte es sie nicht in grosser Anzahl und das Ansteuern von guten Korallenriffen wäre viel einfacher. Das sollte man bei der nächsten Strömung Richtung Hipster-Tattoo oder politischen Wahlen im Kopf behalten und sich fragen wie sehr man einem Plankton ähneln möchte.

Am 8. Juni ist Worlds Ocean Day und der Zoo Basel bietet von 13 bis 18 Uhr ein Spezialprogramm zur «Wunderwelt des Plankton», einem Lebewesen, von dem wir viel lernen könnten. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.06.2017, 14:38 Uhr

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